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            <title>ordentlicher Landesparteitag der SPD Sachsen 2021: Alles</title>
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                <title>ordentlicher Landesparteitag der SPD Sachsen 2021: Alles</title>
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                        <title>Beschluss A1NEU: Mehr Frauen in die Parlamente – Parität jetzt!</title>
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                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag der SPD Sachsen beschließt und leitet an die sächsischen SPD-Bundestagsabgeordneten, die Teilnehmer:innen der Koalitionsverhandlung und die SPD-Landtagsfraktion weiter:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die SPD Sachsen setzt sich für die gleichberechtigte Partizipation von Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben ein. Wir fordern die sozialdemokratischen Mitglieder im Landtag und die sozialdemokratischen Mitglieder der Landesregierung dazu auf, sich für die Einführung eines verfassungskonformen Paritätsgesetz für das Land Sachsen einzusetzen. Auch unsere sächsischen Vertreter*innen und Mandatsträger*innen auf Bundesebene werden darum gebeten, sich für eine bundesweite Regelung, die die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in allen Parlamenten zum Ziel hat, einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die SPD soll sich daher im Rahmen der Koalitionsverhandlungen für eine umfassende Überarbeitung des Bundestagswahlrechts einsetzen, die insbesondere folgende Punkte umfasst:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>wirksame Begrenzung der Größe des Bundestages,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Anpassung der Direktwahlkreise oder Einführung von Mehrpersonen-Wahlkreisen - ähnlich wie z.B. in Hamburg, da eine Parität mit dem bisherigen System der Erst- und Zweitstimmen nicht erreichbar ist,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Begrenzung der Sondereffekte, die durch das alleinige Antreten der CSU in Bayern entstehen.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Anteil an Frauen in den sächsischen Parlamenten ist seit Jahren rückläufig. Es braucht eine gesetzliche Änderung, um an dieser Stelle endlich etwas zu bewegen. Jegliche Frauenförderprogramme und Kampagnen tragen nicht zu Erhöhung des Frauenanteils in Parlamenten bei, scheitern die Frauen doch letztendlich immer wieder am Unwillen der politischen Akteur:innen. Ähnlich der Frauenquote für Unternehmen, wird sich ohne staatliche Maßnahmen, leider nichts bewegen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 16:57:01 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Beschluss I04NEU: Jetzt erst recht - die SPD Sachsen als starke Kraft gegen Rechts</title>
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                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der SPD-Landesparteitag beschließt und leitet an den neuen Landesvorstand<br>
und alle Gliederungen der SPD Sachsen weiter:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundestagswahl 2021 hat gezeigt, dass die SPD auch die Wähler:innen in Sachsen mit guten Inhalten und talentierten Kandidierenden überzeugen kann. Die Bundestagswahl zeigte aber auch, dass rechte Parteien in Sachsen stärkste Kraft werden können und trotz undemokratischen Inhalten, bekannten rechtsextremen Verbindungen und unerträglichen Kandidierenden die große Mehrheit der sächsischen Direktmandate holt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Zeit vor der Bundestagswahl lag das Augenmerk der Medien besonders auf dem Landkreis Zwickau, wenn es um Rechtsextremismus ging. Sogenannte “Freie Sachsen” riefen zur Torpedierung einer Wahlkampfveranstaltung mit Petra Köpping und Carlos Kasper auf. Um alle beteiligten Personen schützen zu können, entschied man sich kurzfristig zur Absage der Veranstaltung in Limbach-Oberfrohna. Die Polizei in Zwickau erkannte keine Gefahr, obwohl ähnliche Veranstaltungen mit Verletzten und Straftaten endeten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenige Wochen später riefen Rechtsextremisten des “III. Weges” mit Plakaten zum Mord auf. Die Staatsanwaltschaft in Zwickau konnte oder wollte keine Gefahr erkennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber auch ohne Bundestagswahl ist Zwickau noch immer Herd rechtsextremer Nachrichten. Die Oberbürgermeisterin a.D. Pia Findeiß musste sich in den Jahren vor ihrem Rückzug ausdem Amt mit vielen undemokratischen Rechten auseinandersetzen. Dabei wurde nicht nur sie, sondern auch ihre Familie massiv bedroht. Persönlich angegriffen wurde auch eine Straßensozialarbeiterin, die sich aufgrund des massiven rechten Drucks aus ihrem Beruf zurückziehen musste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Beispiele stehen für viele “Einzelfälle”, die sich in ganz Sachsen abspielen - vor allem im ländlichen Raum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>So kann es nicht weitergehen! Wir Demokrat:innen lassen uns unsere Marktplätze,<br>
unser gesellschaftliches Engagement und unsere Freiheit nicht von rechten Spinnern nehmen! Die gesamte SPD Sachsen, insbesondere der neu gewählte Landesvorstand verpflichten sich deshalb erneut:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ganz nach dem Motto “Antifa ist Handarbeit” müssen wir als SPD Sachsen als starke Bündnispartnerin in die ländlichen Räume gehen und die Demokrat:innen vor Ort unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Als Partnerin im Kampf gegen Rechts werden wir für die Förderung von demokratischen und politischen Bildungsangeboten für Jung und Alt arbeiten. Wir sind ständig auf der Suche nach Partner:innen und Möglichkeiten des Ausbaus von demokratischen Bündnisstrukturen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir stoßen die Bildung von runden Tischen und anderen Gesprächsformaten an, um näher an den Bürger:innen zu sein, um die Probleme vor Ort schneller zu verstehen und durch verschiedene Gremien lösen zu können, bevor rechte Kräfte diese Probleme für sich missbrauchen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir sind eine Kümmererpartei und nehmen als solche Ängste und Sorgen der Bürger:innen ernst, hören ihnen zu und bieten ihnen sozialdemokratische Lösungen für ihre Probleme an, ohne dabei Rechtsextremen oder Verschwörungs”theoretikern” eine Bühne zu geben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wenn Unrecht durch lokale Behörden nicht erkannt und tatsächliche Gefahren kleingeredet werden, dann werden wir laut und lassen uns ein solches Verhalten nicht gefallen!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Kampf gegen Rechts ist eine zentrale Aufgabe der Sozialdemokratie. Als sächsische SPD sind wir unserer besonderen Aufgabe bewusst und kämpfen in jedem Moment gegen Rechts.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 16:55:42 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Beschluss I03NEU: Von Riesa geht ein Signal aus!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Von_Riesa_geht_ein_Signal_aus-51742</link>
                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sächsische SPD unterstützt den „<a href="https://ost.ngg.net/fileadmin/Landesbezirke/Ost/Dateien_und_PDF/Pressemitteilungen/Riesaer_Appell_fuer_Lohngerechtigkeit_Unterzeichner.pdf">Riesaer Appell</a>“ der Nahrungsmittelgewerkschaft NGG: Denn von Riesa geht ein Signal aus. In Sachsen und ganz Ostdeutschland entsteht eine neue gesellschaftliche Bewegung der Beschäftigten, die selbstbewusst ihre Rechte einfordert und zusammen mit den Gewerkschaften für höhere Löhne oder ihren Standort kämpfen. Beschäftigte, die sich nicht mehr damit zufrieden geben, dass sie 30 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch länger arbeiten, aber weniger verdienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Arbeitskämpfe sind nicht nur für die einzelnen Arbeiterinnen und Arbeiter und ganze Belegschaften wichtig. Sie stärken auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie in Sachsen. Denn der Ärger, für die eigene harte Arbeitsleistung keine angemessene Vergütung und später Rente zu erhalten, hat zur Wut auf <em>die Politik</em> in Sachsen beigetragen. Sie speiste sich auch aus dem Eindruck, dass die Politik scheinbar die Alltagsprobleme nicht zu sehen schien, dass etwa der Lohn nicht zum Leben reicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Engagement der Beschäftigten ist ein demokratisches Recht. Betriebliche Interessenvertretungen ermöglichen es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre Rechte und Interessen selbst zu organisieren. Diese Rechte basieren auf dem im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzip der Bundesrepublik Deutschland. Auch in Sachsen leben viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Sozialpartnerschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade diese Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen ist derzeit besonders wichtig: Denn Im Schatten von Corona werden ganze Wirtschafts- und Industriezweige durch Klimawandel, Digitalisierung und Automatisierung neu geordnet. Es geht daher darum, den Industrie- und Wirtschaftsstandort Sachsen zu stärken, um dadurch Arbeitsplätze zu sichern. Sachsens Industrie- und Dienstleistungswirtschaft kann bei Zukunftsthemen an die Spitze westdeutscher Bundesländer aufschließen und Vorreiter werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch einige sächsische Unternehmer scheinen immer noch im ostdeutschen Turbokapitalismus der 1990er Jahre zu leben. Sie verunglimpfen Mitwirkung und Mitbestimmung als Eingriffe in die unternehmerische Freiheit und bremsen auf unterschiedliche Arten Mitbestimmung aus. Gleichzeitig behandelt manches Unternehmen mit Sitz in Westdeutschland Ost-Betriebe immer noch als Reservekanister oder Billiglohnstandort wo man doch bitte länger arbeiten und weniger verdienen soll, und den man im Zweifel zuerst schließen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beschäftigten in Sachsen stellen sich diesem Denken entschieden entgegen: Immer lauter und mit immer mehr Nachdruck. Das zollt uns Respekt ab, denn es wird vielfach unterschätzt, was Massenarbeitslosigkeit und die damit einhergehende einseitige Macht der Unternehmen in den letzten 30 Jahren mit den Arbeiterinnen und Arbeitern in Sachsen gemacht hat: Man hat damals vielen den Zahn gezogen. Das Motto: „Sozial ist, was Arbeit schafft“ führte und führt dazu, dass die Ostdeutschen beim Einkommen oft als Kolleginnen und Kollegen zweiter Klasse da stehen. In vielen Branchen bezahlen sie den Verzicht auf Mitbestimmung bis heute mit geringen Löhnen, schlechteren Arbeitsbedingungen und infolgedessen leider auch mit Altersarmut. Diese Zeit müssen wir endlich hinter uns lassen und dafür gemeinsam streiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn fest steht: Die Beschäftigten müssen heute weniger Angst um den Arbeitsplatz haben, wenn sie Forderungen an die Firmen und Chefs stellen. Arbeitsplatzverlust ist in Zeiten des Fachkräftemangels oft eine leere Drohung. Die Sächsinnen und Sachsen sollten und können mutig sein, sich gegen ungerechte Löhne und fehlende Mitbestimmung zur Wehr zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Riesaer Appell ist genau deshalb ein wichtiges Signal der ostdeutschen Beschäftigten, welchen wir ausdrücklich unterstützen. Denn wir stehen an der Seite der Beschäftigten in ganz Sachsen und streiten mit ihnen für mehr Mitbestimmung und gute Löhne. <strong>Insbesondere wichtig ist uns dabei – in Anknüpfung an die Forderungen aus dem Appell – für unsere politische Arbeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Die SPD Sachsen steht an der Seite der Beschäftigten</strong>: Wir unterstützen Initiativen von allen Beschäftigten, die sich auf den Weg machen, um Niedriglöhne, fehlende Mitbestimmung und deutliche Lohnunterschiede zu überwinden. Das von der SPD im Bund durchgesetzte „Betriebsräte-Modernisierungs-Gesetz” war hier ein wichtiger Schritt: Dieses schützt nun Kolleginnen und Kollegen, die einen Betriebsrat gründen wollen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Arbeit muss vor Altersarmut schützen: </strong>Wir brauchen Löhne, von denen die Menschen heute und im Alter nicht in Armut leben müssen. Denn wer den ganzen Tag arbeitet, muss ohne zusätzliche Unterstützung leben können und vor Altersarmut geschützt sein. Das ist eine Frage des Respekts. Armutsfeste Löhne sind das Gebot der Stunde. Daher fordern wir, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Weg mit den Lohnunterschieden:</strong> Über 30 Jahre nach der Deutschen Einheit müssen Lohnunterschiede von mehreren Hundert Euro im Monat bei gleichwertiger Arbeit der Vergangenheit angehören. Heute sind gute Löhne und Arbeitsbedingungen nicht nur eine Frage des Respekts, sondern sie sichern auch die Versorgung mit Fachkräften. Nur mit guten Löhnen findet man gute Leute. Die Zeit der Zurückstellung von Arbeitnehmerinteressen muss vorbei sein – im Interesse der Beschäftigten, und im Interesse des Wirtschaftsstandorts.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Gutes Geld für </strong><strong>Gute Arbeit:</strong> Zentral für die weitere Angleichung bei den Löhnen und der Arbeitszeit ist die Stärkung der Tarifbindung Sächsischer Unternehmen. Hier braucht es mehr als Anerkennung für die Arbeit von Gewerkschaften sowie von Betriebs- und Personalrät:innen. Um die Tarifbindung weiter zu stärken, setzen wir uns dafür ein, tarifgebundene Unternehmen steuerlich besser zu stellen als nicht-tarifgebundene Unternehmen. Es muss darüber hinaus einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verbindlich zu machen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Politik muss ihren Beitrag leisten</strong>: Wir müssen zum einen durch politische Maßnahmen Tarifverträge stärken. Und zum anderen gesetzliche Bestimmungen, die Tarifflucht begünstigen und prekäre Beschäftigung fördern, ändern. Deshalb belohnen wir in unserer sächsischen Wirtschaftsförderpolitik Tarifbezahlung und werden das sächsische Vergabegesetz arbeitnehmerfreundlich umgestalten. Zugleich werden wir die Bundesebene bei der die Einführung eines Bundestariftreuegesetzes unterstützen. Die sächsische Sozialdemokratie wird weiterhin ihren politischen Beitrag dazu leisten und energisch für Gute Arbeit in Sachsen streiten.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 16:53:27 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Beschluss I02NEU: Mehr Demokratie wagen -   Neue Formen der Partizipation als Antwort auf mangelndes Vertrauen in die repräsentative Demokratie </title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Mehr_Demokratie_wagen_-___Neue_Formen_der_Partizipation_als_Antwort_au-16615</link>
                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sächsische SPD fordert den Parteivorstand auf, im Rahmen der Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag auf Bundesebene die Stärkung der demokratischen Willensbildung zu konkreten gesetzgeberischen Vorhaben vorzusehen. Insbesondere soll die Möglichkeit geschaffen werden, konkrete gesetzgeberische Vorhaben in Form eines Volksantrages von Bürger:innen in den Bundestag einzubringen, über den der Bundestag nach Diskussion in Plenum und Ausschüssen abschließend entscheidet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf Bundesebene und in den Bundesländern sollen die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass Bürger:innen ihre Mitwirkung an der Gesetz- und Satzungsgebung in Planungszellen und Bürger:innenräten einfordern können. Das System der Gesetzgebung und der kommunalen Satzungsgebung soll so ergänzt werden, dass für geeignete Problemstellungen Bürger:innen beanspruchen können, dass Planungszellen oder andere Bürger:innenräte in die Entwicklung der zur regelnden Materie eingebunden werden und dem Gesetz- oder Satzungsgeber Vorschläge unterbreiten können, welche Regelung oder Entscheidung zur Erreichung eines Ziels getroffen werden sollte. Bürge:rinnen müssen in Gesetzgebung und Planung genauso frühzeitig eingebunden werden wie die Vertretungen von Interessengruppen und Lobby-Verbänden, um ihre Beteiligungsrechte gleichberechtigt wahrnehmen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sollten die Ergebnisse des Leipziger Bürgerrats Demokratie 2019, die Erfahrungen des Wuppertaler Modells von Planungszellen sowie weitere Beteiligungsformen geprüft werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit Jahren ist eine Tendenz zu erkennen, dass sich viele Bürger:innen immer stärker entfremdet sehen von den Personen, die von ihnen in Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage, in die Landtage oder den Bundestag gewählt wurden. Viele verstehen die Relevanz der Entscheidungen nicht, die für sie als „das Volk“ getroffen werden, oder empfinden getroffenen Entscheidungen als gegen sie oder ihre Interessen gerichtet. Das Resultat ist eine mangelnde Beteiligung an Wahlen und fehlendes Verständnis für den Abwägungsprozess sowie den Interessenausgleich beim Gang der Gesetzgebung. Auch wenn der aktuelle Bundestagswahlkampf einen Aufbruch in eine neue Koalitionsoption verspricht, spannend geführt wird und deshalb eine hohe Wahlbeteiligung erhofft werden kann, ist der Eindruck weit verbreitet, man könne ja doch nichts ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Verfassungsgeber hat in Sachsen deshalb vorgesehen, dass sich Bürger:innen mit eigenen gesetzgeberischen Anliegen im Wege des Volksantrags an den Landtag wenden können, der diesen Antrag wie einen Antrag der Staatsregierung oder einen Antrag aus der Mitte des Landtags behandeln muss. Damit erlangen sie, wenn sie genügend Unterstützung haben, einen Status ähnlich dem parlamentarischen Gesetzgeber, können aber im Landtag nicht über den Antrag entscheiden. Dafür können sie, wenn der Landtag dem Antrag nicht zustimmt oder innerhalb von 6 Monaten nicht entscheidet, ein Volksbegehren durchführen, das im Erfolgsfall zu einem Volksentscheid führt. Damit ist das Volk des Freistaates Sachsen gleichberechtigter Gesetzgeber neben dem Landtag; dies hat der Sächsische Verfassungsgerichtshof inzwischen mehrfach bestätigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die Bundesebene ist die Einführung von Elementen direkter Demokratie nicht unumstritten. In der SPD gibt es eine klare Beschlusslage, die das befürwortet. Die Bundestagsfraktion hat im Jahr 2013 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der dies konkret regelt. Angesichts gelegentlich negativer Erfahrungen in einigen Bundesländern und im Ausland, wo Volksentscheide nicht die Ergebnisse brachten, die man politisch für „richtig“ hielt, weil mächtige Vertreter:innen von Individualinteressen mit großem finanziellem Einsatz Ergebnisse manipuliert zu haben schienen, ist die Beschlusslage der Partei erneut in die Diskussion gekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Vorschlag, für die Bundesebene zunächst das Instrument des Volksantrages einzuführen, über den nur der Bundestag, nicht aber ein Volkentscheid am Ende befindet, verbindet die emanzipatorische Idee, das Volk an Gestaltung und Verantwortung von Politik zu beteiligen und es darüber zu interessieren mit der Vermeidung von Möglichkeiten, Volksabstimmungen populistisch zu manipulieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zugleich streben die Einreicher:innen in Ergänzung dieses Systems mit diesem Antrag an, Bürger:innen in geeigneten Bereichen bereits im Vorfeld eines neuen Gesetzes oder einer neuen Satzung so zu beteiligen, dass das Ziel der Regelung erkannt und bewertet werden kann und, dass die Beteiligten unter professioneller Beratung selbst konkrete Empfehlungen abgeben können, wie die so definierten Ziele zu erreichen sind. Es gibt u.a. im Baurecht, im Umweltrecht und im Planungsrecht sowie in vielen kommunalen Satzungen bereits Ansätze für derartige Formen der Beteiligung, die jedoch meist nicht oder zu spät wahrgenommen werden. Das kann am mangelnden Interesse der Bevölkerung liegen, aber auch daran, dass Veröffentlichungen so erfolgen, dass sie möglichst unbemerkt bleiben. Hier wäre zu regeln, wie so viel Öffentlichkeit für solche Vorhaben geschaffen wird, dass sich das Interesse und potentieller Widerstand nicht erst dann rührt, wenn im baurechtlichen Sinne „der Bagger rollt“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In anderen Bereichen, insbesondere bei der Gesetzgebung, gibt es bisher die Anhörung von Verbänden, nicht aber die aktive Einbindung und Beteiligung potentiell betroffener Bürger:innen. Denjenigen, die meist den Eindruck haben, dass Gesetzgebung durch die Lobby mächtiger Interessenvertretungen maßgeblich beeinflusst wird, sollten selbst genauso frühzeitig Gesetzgebungsabsichten bekannt werden, damit sie die Möglichkeit haben, in strukturierter Form an der Gesetzgebung mitzuwirken. Beiräte und ähnliche Gremien können die Funktion übernehmen, Adressaten der Gesetzgeber schon in der Anhörung zu sein und die Interessen von Bürger:innen aus deren Perspektive zu artikulieren. Damit würde auch in dem Bereich, wo bereits vor der eigentlichen Gesetzgebung durch das Parlament Interessen abgeglichen und berücksichtigt werden, eine wichtige Lücke in der Beteiligung von Bürger:innen geschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In unserem Zukunftsprogramm haben wir als SPD dazu formuliert:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>„Wir werden die Erfahrungen mit Bürgerräten aufgreifen und es uns zur Aufgabe machen, neue Wege der unmittelbaren Beteiligung an staatlichen Entscheidungen zu gehen. Durch eine systematische und frühzeitige Beteiligung der Bürger*innen an staatlichen Projekten können Rechtswege verkürzt und Verfahren beschleunigt werden.“ (Ziff. 2.8., S. 25)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong><span class="underline">Begründung der Dringlichkeit des Initiativantrags:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD hat bei der Bundestagswahl ein herausragendes Ergebnis erzielt und wird in Koalitionsverhandlungen eintreten, die im Erfolgsfall zu einer Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzler Olaf Scholz führen werden. Es ist Beschlusslage der SPD in Sachsen, dass auf der Bundesebene Instrumente direkter Demokratie mit Volksantrag, Volksbegehren und Volksentscheid eingeführt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allerdings hat diese klare Aussage nicht Eingang in das Wahlprogramm, das Zukunfts-Programm gefunden. Die potentiellen Koalitionspartner sehen direkte Demokratie eher skeptisch; die Grünen haben sich mit knapper Mehrheit 2020 davon vollständig verabschiedet, die FDP wollte das noch nie. Mit unserem Antrag wollen wir die Möglichkeit eröffnen, mit einem Gesetzesinitiativrecht einen ersten Schritt in die Richtung von Beteiligung der Bürger:innen an der Gesetzgebung zu gehen, ohne dass der parlamentarische Gesetzgeber Angst haben muss, das Volk werde vor einem Volksentscheid, der ja nicht vorgesehen ist, von mächtigen Interessengruppen unangemessen manipuliert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieses Ziel können wir nur befördern, wenn es auf unserem Parteitag beschlossen und für die Verhandler:innen an den Parteivorstand, zur Meinungsbildung darüber hinaus an den Bundesparteitag gerichtet wird.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 16:51:50 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Beschluss I01NEU: Den Schwung der Bundestagswahl für Sachsen nutzen – Ostdeutsche Themen voranbringen!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Den_Schwung_der_Bundestagswahl_fuer_Sachsen_nutzen__Ostdeutsche_Themen-21450</link>
                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Den_Schwung_der_Bundestagswahl_fuer_Sachsen_nutzen__Ostdeutsche_Themen-21450</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundestagswahl war für die SPD ein großer Erfolg – bundesweit und gerade auch im Osten. Die SPD ist mit 24,6 Prozent stärkste Kraft in Ostdeutschland geworden. Auch in Sachsen haben wir ein beachtliches Wahlergebnis erzielt und landen mit 19,3 Prozent auf Platz zwei. Wir lagen in allen drei Großstädten vorn, aber auch in vielen mittleren und kleinen Städten sowie in ländlichen Kreisen haben wir gute Wahlergebnisse erzielt. Nie zuvor haben wir bei einer Bundestagswahl die CDU in Sachsen hinter uns gelassen. Sie galt lange Zeit als übermächtig. Das Ergebnis zeigt: Es ist kein Naturgesetz, dass die CDU in Sachsen bei Wahlen dominiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für dieses Vertrauen und das im Wahlkampf entgegengebrachte Interesse. Zudem danken wir allen sächsischen Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten, ihren Teams sowie allen Genossinnen und Genossen, die in den letzten Monaten im Wahlkampf in ganz Sachsen aktiv waren. Wir zollen ihnen unsere Anerkennung und Respekt für diesen Kraftakt. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die SPD in Sachsen wieder erfolgreich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das haben wir zum einen Olaf Scholz als Persönlichkeit zu verdanken. Seine Erfahrung, seine Kompetenz und sein Gestaltungswille haben auch die Menschen in Sachsen überzeugt. Der Erfolg ist zum anderen das Zeichen einer geschlossenen und programmatisch konsolidierten Gesamtpartei. Und schließlich zeigt dieser Wahlerfolg in Sachsen auch, dass wir hier in den letzten Jahren die richtigen Schlüsse aus unseren Rückschlägen gezogen und manches verändert haben. Wir haben die Fragen für die Zukunft im Blick und gestalten das soziale Sachsen von morgen. Unsere Politik kommt bei den Wählerinnen und Wählern an, das sollte unser Ansporn für die nächsten Jahre sein. Lasst uns das Ergebnis als Aufwind für unsere zukünftige Arbeit nutzen und zugleich daraus Rückschlüsse für unsere Regierungsarbeit in Sachsen ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Ergebnis der AfD in Sachsen schmerzt. Zum zweiten Mal nacheinander ist sie stärkste Kraft geworden. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese Partei Stimmen verloren hat und aus guten Gründen politisch isoliert ist. Sie hat keine Antworten für die Zukunft Sachsens. Stattdessen hat sie Konzepte für eine Steuer-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik vorgestellt, die der deutlichen Mehrheit der Sachsen schaden würden. Über die Zukunft Sachsens entscheiden deshalb aus guten Gründen andere.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Regierungsauftrag liegt bei der SPD. Olaf Scholz muss nächster Bundeskanzler werden. Das ist das Ergebnis der Bundestagswahl und die Meinung der Mehrheit der Menschen in Deutschland. Wir unterstützten die Bemühungen der SPD-Parteiführung eine Koalition mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP zu bilden. CDU und CSU gehören in die Opposition. Das Ergebnis zeigt zudem: Eine Ampel hat im Osten mehr Vertrauen als eine Jamaika-Koalition.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren haben wir als SPD sehr viel aus den Debatten um Ostdeutschland verstanden und daraus gelernt. Wir haben in den letzten Monaten konsequent die Themen angesprochen, die für die ostdeutschen Wählerinnen und Wähler besonders wichtig sind. Auch deswegen haben die Menschen Olaf Scholz und der SPD das Vertrauen gegeben: Unseren Ruf nach mehr Respekt hat man in Ostdeutschland besonders gut verstanden. Es geht um eine industrielle Modernisierung Deutschlands und Sachsens. Es geht darum, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten – aber indem man Wirtschaft, Klimaschutz und Soziales zusammen denkt. Das alles ist für den Osten besonders wichtig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Comeback der SPD Sachsen ist Auftrag und Ansporn für eine Politik gerade im Interesse der Menschen im Osten. Wir leiten daraus konkrete Politik für die Sächsinnen und Sachsen auf Bundes- und Landesebene ab. Respekt, Zukunftsinvestitionen und soziale Sicherheit stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Aspekte wollen wir im Rahmen der kommenden Verhandlungen zur Bildung einer Bundesregierung besonders in folgenden Themen voranbringen und zugleich in Sachsen weiterhin politische Akzente setzen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Mehr Anerkennung und Respekt für Beschäftigte</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen Respekt in den Mittelpunkt: Unser Maßstab und Grundlage für jegliche Politik. Es geht um den Respekt im Miteinander für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es geht um den Respekt vor der Leistung der Menschen. Das heißt vor allem: anständige Löhne zu zahlen, aus denen später auch ordentliche Renten werden. Gerade in Ostdeutschland ist das ein großes Thema.<br><br>
Deshalb sind gute Tarifverträge so wichtig: Dafür müssen wir die Tarifbindung weiter stärken. Denn auch 30 Jahre nach der Einheit Deutschlands verdienen die Menschen im Osten im Schnitt knapp 800 Euro weniger im Monat als ihre westdeutschen Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen. Millionen Menschen erhalten lediglich den Mindestlohn oder bekommen im Alter eine Armutsrente. Diese Gerechtigkeitsdebatte hat in den letzten Jahren vor allem die sächsische SPD mit der Forderung nach „Mehr Respekt für die Lebensleistung der Menschen in Ostdeutschland“ angestoßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Sozialdemokratie will einen Mindestlohn von 12 Euro einführen und damit über 600.000 Beschäftigten in Sachsen eine Lohnerhöhung ermöglichen. Wir wollen öffentliche Aufträge daran binden, ob Unternehmen nach Tarif bezahlen (Bundestariftreuegesetz) und Tarifverträge einfacher für allgemein verbindlich erklärbar machen. Außerdem wollen wir die Mehrheit der kleinen und mittleren Einkommen steuerlich entlasten. Das Wahlergebnis zeigt, dass mit CDU und AfD gerade jene zwei größeren Parteien an Zustimmung verloren haben, die eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ablehnen – wie vorher auch schon die Einführung der Grundrente und zugleich weiterhin gegen mehr Steuergerechtigkeit sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem nehmen wir uns vor, die Besteuerung von Einkommen wieder gerechter zu gestalten. Ganz konkret wollen wir die Mehrheit der kleinen und mittleren Einkommen steuerlich entlasten und dafür hohe Einkommen stärker belasten. Zusätzlich beabsichtigen wir große Vermögen und Erbschaften stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Blick auf die Bundestagswahl steht für die SPD Sachsen zugleich fest: Auch bei der Regierungsarbeit in Sachsen müssen wir noch stärker das Thema Respekt und faire Löhne in den Mittelpunkt stellen. Auch hier können wir etwas für bessere Löhne tun. Und das ganz konkret: durch ein modernes und gerechtes Vergabegesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Weichen stellen für einen Vorsprung Ost </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Digitalisierung, der Energiewende und neuer Mobilität brauchen wir eine bundesweite Kraftanstrengung, um Potenziale zu entfesseln. Wir wollen, dass der Staat seinen Beitrag leistet die technologischen und wirtschaftlichen Weichen zu stellen, um unsere Industrie zu modernisieren, Arbeitsplätze zu sichern und den Klimaschutz konsequent voranzubringen. Ostdeutschland kann eine Pionierrolle in neuen Innovationszyklen einnehmen: Der Osten soll ein Zentrum der Elektromobilität, des autonomen Fahrens sowie der Entwicklung und Produktion von Speicherkapazitäten werden. Dazu wollen wir Infrastruktur schaffen, Investitionen mobilisieren und regulative Anreize setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zukunftsinvestitionen, getragen durch Sachsen und den Bund, sind an dieser Stelle enorm wichtig. Der menschengemachte Klimawandel muss von uns entschlossen bekämpft werden. Dazu braucht es Investitionen in den klimaneutralen Umbau unserer Wirtschaft und Industrie. Dort müssen wir jetzt investieren, damit wir die Bekämpfung des Klimawandels sozial verträglich gestalten können. Damit wir sie nutzen können, um in einigen Technologiefeldern einen Vorsprung Ost zu erarbeiten. Damit hier bei uns in Sachsen gute und nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Heute in Zukunftstechnologien, eine nachhaltige Industriepolitik, Digitalisierung und moderne Mobilitätskonzepte zu investieren, ist ein Gebot ökonomischer Vernunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Wirtschaft, Soziales und Klimaschutz zusammendenken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Spätestens 2045 muss Deutschland klimaneutral wirtschaften. Im Klimaschutz geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“. Die Klimaschutzmaßnahmen der nächsten Bundesregierung müssen schnell greifen, dauerhaft wirksam und sozial ausgewogen sein. Wir setzen uns für eine schrittweise Anhebung des CO2-Preises ein. Parallel dazu müssen vor allem Alternativen zur fossilen Lebensweise schneller entstehen: ÖPNV-Ausbau, Elektromobilität, Wärme aus Erneuerbaren Energien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher brauchen wir ein Jahrzehnt des entschlossenen Ausbaus der Infrastruktur in allen Bereichen: Übertragungsnetze, Verteilnetze, Smart Meter, Wärmenetze, Wasserstoffpipelines, wasserstofffähige Gasnetze, Schienen, ÖPNV, Radwege, Ladesäulen. Dazu wollen wir Planungen und Genehmigungen beschleunigen. Ohne den massiven Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien – auch in Sachsen – werden wir den riesigen Energiebedarf einer dekarbonisierten Industrie nicht befriedigen können. Wir wollen zudem die Haushalte und Unternehmen durch eine schrittweise Abschaffung der EEG-Umlage beim Strompreis entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Kosten für einen besseren Klimaschutz im Wohnungssektor müssen fair zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen verteilt werden. Zu einer sozialen Wohnungspolitik gehört für uns aber ebenso, den Anstieg der Mieten zu bremsen und – wo nötig – vorübergehend zu stoppen. Die Mietpreisbremse und die Wiedereinführung des sozialen Wohnungsbaus in Sachsen hätte es ohne die SPD nicht gegeben. In einem nächsten Schritt wollen wir auch ein Verbot von Zweckentfremdungen ermöglichen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen einschränken. Letztendlich führt aber an einem massiven Neubau von Wohnraum kein Weg vorbei: Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, damit bundesweit jährlich 400.000 neue Wohnungen entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Modernstes Mobilitätssystem Europas </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die politischen Voraussetzungen dafür schaffen, dass immer mehr Menschen auf Busse, Bahnen oder das Fahrrad umsteigen. Dort, wo der private PKW weiter das Mittel der Wahl bleibt, wollen wir über alternative Antriebe klimafreundliche Alternativen schaffen. Unser Ziel ist eine klimaneutrale Mobilität, die sich alle leisten können. Alle Großstädte müssen an den Fernverkehr angeschlossen werden. Der Öffentliche Nahverkehr muss durch mehr Investitionen und höhere Betriebszuschüsse enger verzahnt und getaktet sowie attraktiver und landesweit erreichbar werden. Gerade die kommunalen Verkehrsunternehmen können ihr Angebot aber nur ausbauen, wenn alternative Finanzierungsansätze etabliert werden.<br><br>
In Sachsen steht der ÖPNV im Mittelpunkt der Mobilitätspolitik des SPD-geführten Verkehrsministeriums. Mit den Plus- und Taktbussen und einem Bildungsticket hat er neue Entwicklungsperspektiven erhalten. Wir bauen zudem eine Sächsische Mobilitätsgesellschaft auf, die über die Grenzen der einzelnen Verkehrsverbundräume hinweg den ÖPNV in Sachsen im Sinne der Fahrgäste einfacher, transparenter und besser macht. Die Wende zur Elektromobilität wollen wir durch einen deutlich schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützen. Damit wird eine sächsische Schlüsselindustrie zu einem Treiber der Verkehrswende und gleichzeitig werden hochwertig Arbeitsplätze zukunftsfähig gemacht. Daran arbeitet die SPD: Bund und Land, Hand in Hand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Mehr Chancengleichheit und Teilhabe </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auf Bundesebene eine Familienzeit einführen, die Eltern und Pflegenden mehr Zeit für die Unterstützung ihrer Liebsten gibt. Dazu schlagen wir ein Vier-Säulen-Modell aus Elternzeit, Familienarbeitszeit, erhöhte Kinderkrankentage und Familienpflegezeit vor, das die bestehenden Leistungen verbessert. Das Ehegattensplitting für neu geschlossene Ehen wollen wir umgestalten. Wir wollen eine Kindergrundsicherung einführen, die auf einem höheren Kindergeld für einkommensschwächere Familien und einer kostenfreien Bildungs- und Teilhabeinfrastruktur für alle Kinder beruht. Außerdem wollen wir Instrumente schaffen, um ein Recht auf Weiterbildung und einen beruflichen Neustart zu verwirklichen. Die Arbeitslosenversicherung soll zu einer solidarischen Arbeitsversicherung werden. Das BAfÖG wollen wir ausbauen, indem wir es elternunabhängiger gestalten und schrittweise zu einem Vollzuschuss zurückkehren. Wir wollen die Ausbildung stärken, indem wir die Mindestausbildungsvergütung spürbar erhöhen und eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Sachsen greifen wir den Familien unter die Arme, indem wir Beratungs- und Hilfestrukturen absichern und weiterentwickeln. Zugleich legen wir einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Ganztagsangeboten, um den Familien den Arbeitsalltag zu erleichtern und Kinder gezielt zu fördern. Wir nehmen dabei insbesondere auch die Belange von Alleinerziehenden in den Blick. Mit dem Bildungsticket sind wir zugleich wichtige Schritte in Richtung eines kostenfreien ÖPNVs für Kinder und Jugendliche gegangen. Zugleich schaffen wir mit den „Sozialen Orten” eine unkomplizierte Förderung für das alltägliche Leben und den Austausch der Menschen vor Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Solidarisches Sozialsystem sichern und stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die gesetzliche Rente stärken und stehen für eine dauerhaft stabile Rentenleistung sowie ein dauerhaftes Rentenniveau von mindestens 48 Prozent. Hartz IV wollen wir überwinden und durch ein solidarisches Bürgergeld ersetzen. Wer länger eingezahlt hat, soll zukünftig länger Arbeitslosengeld I beziehen. Vermögen und die Wohnung werden wir zwei Jahre schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Blick nach Sachsen zeigt: Die SPD baut den sozialen Rettungsschirm aus und hilft damit denjenigen, die Unterstützung in unterschiedlichsten Lebenslagen brauchen. Kürzungen im Sozialbereich wird es mit uns in Sachsen nicht geben, dafür haben wir uns in den vergangenen Haushaltsverhandlungen erfolgreich eingesetzt. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, beispielsweise durch die Förderung von Jugendberufsagenturen und den „Pakt für die Jugend”. Für die sächsische Sozialdemokratie steht fest: Nur ein sozialer Staat ist ein starker Staat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Demokratische Strukturen und Mitbestimmung aktiv stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere auch im Rückblick auf die Wahlergebnisse in den ländlichen Regionen Sachsens wollen wir in allen Feldern die besonderen Bedarfe der ländlichen Kommunen stärker berücksichtigen. Kommunen müssen wieder handlungsfähiger werden. Freiwillige Aufgaben der Daseinsvorsorge werden insbesondere auch in ländlichen Regionen häufig von Vereinen und Ehrenamtlichen erbracht. Als kleinste Einheiten in unserer Demokratie stärken sie demokratische sowie gesellschaftliche Prozesse. Sie müssen gerade deshalb nachhaltig in ihrer zivilgesellschaftlichen Arbeit unterstützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem Ergebnis der AfD und den rechten Strukturen in Sachsen müssen und wollen wir mit konsequenter Demokratiearbeit, Extremismusprävention und einer dauerhaft gesicherten Finanzierung breiter politischer Bildung entschlossen entgegentreten. Dazu wollen wir das Demokratiefördergesetz auf Bundesebene endlich durchsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese und weitere Punkte wollen wir in den nächsten Wochen bei der Koalitionsbildung einbringen. Dabei geht es nicht um das dogmatische Beharren auf Einzelmaßnahmen, sondern um eine tragfähige Zukunftsvision für unser Land. Koalitionen müssen mehr sein als das Aufaddieren und Austarieren parteipolitischer Maßnahmenbündel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Sachsen bedeutet die Wahl, dass wir weiterhin laut für die ostdeutschen Themen auf Bundesebene streiten werden – und zugleich im Sächsischen Landtag und auf der Regierungsbank noch beharrlicher für einen sozialen, ökologischen und ökonomisch erfolgreichen Freistaat kämpfen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen jetzt in Sachsen mutigere Schritte in Richtung Zukunft machen und Blockaden lösen. Damit Zukunftsinvestitionen, die langfristig finanzierbar sind und gute Arbeitsplätze schaffen, möglich werden. Der klimaneutrale Umbau unserer Industrie muss jetzt vorangetrieben werden. Die Digitalisierung muss auch im ländlichen Raum endlich schneller vorwärtskommen – Stichwort Graue Flecken. Sachsen muss für diese Ziele mit der neuen Bundesregierung eng zusammenarbeiten. Es wäre eine vertane Chance, wenn wir diesen Schwung aus Berlin in Sachsen nicht mitnehmen würden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zugleich werden wir dafür sorgen, dass die Zukunftsvision der neuen Bundesregierung die Erfahrungen und Erwartungen der Menschen im Osten aufgreift. Es geht um den Respekt im Miteinander für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür stehen die SPD und Olaf Scholz. Und dafür werden unsere acht sächsischen Bundestagsabgeordneten in Berlin kämpfen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 16:49:52 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I01: Den Schwung der Bundestagswahl für Sachsen nutzen – Ostdeutsche Themen voranbringen!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/747</link>
                        <author>SPD-Landesvorstand Sachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/747</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundestagswahl war für die SPD ein großer Erfolg – bundesweit und gerade auch im Osten. Die SPD ist mit 24,6 Prozent stärkste Kraft in Ostdeutschland geworden. Auch in Sachsen haben wir ein beachtliches Wahlergebnis erzielt und landen mit 19,3 Prozent auf Platz zwei. Wir lagen in allen drei Großstädten vorn, aber auch in vielen mittleren und kleinen Städten sowie in ländlichen Kreisen haben wir gute Wahlergebnisse erzielt. Nie zuvor haben wir bei einer Bundestagswahl die CDU in Sachsen hinter uns gelassen. Sie galt lange Zeit als übermächtig. Das Ergebnis zeigt: Es ist kein Naturgesetz, dass die CDU in Sachsen bei Wahlen dominiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für dieses Vertrauen und das im Wahlkampf entgegengebrachte Interesse. Zudem danken wir allen sächsischen Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten, ihren Teams sowie allen Genossinnen und Genossen, die in den letzten Monaten im Wahlkampf in ganz Sachsen aktiv waren. Wir zollen ihnen unsere Anerkennung und Respekt für diesen Kraftakt. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die SPD in Sachsen wieder erfolgreich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das haben wir zum einen Olaf Scholz als Persönlichkeit zu verdanken. Seine Erfahrung, seine Kompetenz und sein Gestaltungswille haben auch die Menschen in Sachsen überzeugt. Der Erfolg ist zum anderen das Zeichen einer geschlossenen und programmatisch konsolidierten Gesamtpartei. Und schließlich zeigt dieser Wahlerfolg in Sachsen auch, dass wir hier in den letzten Jahren die richtigen Schlüsse aus unseren Rückschlägen gezogen und manches verändert haben. Wir haben die Fragen für die Zukunft im Blick und gestalten das soziale Sachsen von morgen. Unsere Politik kommt bei den Wählerinnen und Wählern an, das sollte unser Ansporn für die nächsten Jahre sein. Lasst uns das Ergebnis als Aufwind für unsere zukünftige Arbeit nutzen und zugleich daraus Rückschlüsse für unsere Regierungsarbeit in Sachsen ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Ergebnis der AfD in Sachsen schmerzt. Zum zweiten Mal nacheinander ist sie stärkste Kraft geworden. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese Partei Stimmen verloren hat und aus guten Gründen politisch isoliert ist. Sie hat keine Antworten für die Zukunft Sachsens. Stattdessen hat sie Konzepte für eine Steuer-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik vorgestellt, die der deutlichen Mehrheit der Sachsen schaden würden. Über die Zukunft Sachsens entscheiden deshalb aus guten Gründen andere.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Regierungsauftrag liegt bei der SPD. Olaf Scholz muss nächster Bundeskanzler werden. Das ist das Ergebnis der Bundestagswahl und die Meinung der Mehrheit der Menschen in Deutschland. Wir unterstützten die Bemühungen der SPD-Parteiführung eine Koalition mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP zu bilden. CDU und CSU gehören in die Opposition. Das Ergebnis zeigt zudem: Eine Ampel hat im Osten mehr Vertrauen als eine Jamaika-Koalition.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren haben wir als SPD sehr viel aus den Debatten um Ostdeutschland verstanden und daraus gelernt. Wir haben in den letzten Monaten konsequent die Themen angesprochen, die für die ostdeutschen Wählerinnen und Wähler besonders wichtig sind. Auch deswegen haben die Menschen Olaf Scholz und der SPD das Vertrauen gegeben: Unseren Ruf nach mehr Respekt hat man in Ostdeutschland besonders gut verstanden. Es geht um eine industrielle Modernisierung Deutschlands und Sachsens. Es geht darum, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten – aber indem man Wirtschaft, Klimaschutz und Soziales zusammen denkt. Das alles ist für den Osten besonders wichtig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Comeback der SPD Sachsen ist Auftrag und Ansporn für eine Politik gerade im Interesse der Menschen im Osten. Wir leiten daraus konkrete Politik für die Sächsinnen und Sachsen auf Bundes- und Landesebene ab. Respekt, Zukunftsinvestitionen und soziale Sicherheit stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Aspekte wollen wir im Rahmen der kommenden Verhandlungen zur Bildung einer Bundesregierung besonders in folgenden Themen voranbringen und zugleich in Sachsen weiterhin politische Akzente setzen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Mehr Anerkennung und Respekt für Beschäftigte</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen Respekt in den Mittelpunkt: Unser Maßstab und Grundlage für jegliche Politik. Es geht um den Respekt im Miteinander für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und es geht um den Respekt vor der Leistung der Menschen. Das heißt vor allem: anständige Löhne zu zahlen, aus denen später auch ordentliche Renten werden. Gerade in Ostdeutschland ist das ein großes Thema.<br><br>
Deshalb sind gute Tarifverträge so wichtig: Dafür müssen wir die Tarifbindung weiter stärken. Denn auch 30 Jahre nach der Einheit Deutschlands verdienen die Menschen im Osten im Schnitt knapp 800 Euro weniger im Monat als ihre westdeutschen Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen. Millionen Menschen erhalten lediglich den Mindestlohn oder bekommen im Alter eine Armutsrente. Diese Gerechtigkeitsdebatte hat in den letzten Jahren vor allem die sächsische SPD mit der Forderung nach „Mehr Respekt für die Lebensleistung der Menschen in Ostdeutschland“ angestoßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Sozialdemokratie will einen Mindestlohn von 12 Euro einführen und damit über 600.000 Beschäftigten in Sachsen eine Lohnerhöhung ermöglichen. Wir wollen öffentliche Aufträge daran binden, ob Unternehmen nach Tarif bezahlen (Bundestariftreuegesetz) und Tarifverträge einfacher für allgemein verbindlich erklärbar machen. Außerdem wollen wir die Mehrheit der kleinen und mittleren Einkommen steuerlich entlasten. Das Wahlergebnis zeigt, dass mit CDU und AfD gerade jene zwei größeren Parteien an Zustimmung verloren haben, die eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro ablehnen – wie vorher auch schon die Einführung der Grundrente und zugleich weiterhin gegen mehr Steuergerechtigkeit sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem nehmen wir uns vor, die Besteuerung von Einkommen wieder gerechter zu gestalten. Ganz konkret wollen wir die Mehrheit der kleinen und mittleren Einkommen steuerlich entlasten und dafür hohe Einkommen stärker belasten. Zusätzlich beabsichtigen wir große Vermögen und Erbschaften stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzuziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Blick auf die Bundestagswahl steht für die SPD Sachsen zugleich fest: Auch bei der Regierungsarbeit in Sachsen müssen wir noch stärker das Thema Respekt und faire Löhne in den Mittelpunkt stellen. Auch hier können wir etwas für bessere Löhne tun. Und das ganz konkret: durch ein modernes und gerechtes Vergabegesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Weichen stellen für einen Vorsprung Ost </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Digitalisierung, der Energiewende und neuer Mobilität brauchen wir eine bundesweite Kraftanstrengung, um Potenziale zu entfesseln. Wir wollen, dass der Staat seinen Beitrag leistet die technologischen und wirtschaftlichen Weichen zu stellen, um unsere Industrie zu modernisieren, Arbeitsplätze zu sichern und den Klimaschutz konsequent voranzubringen. Ostdeutschland kann eine Pionierrolle in neuen Innovationszyklen einnehmen: Der Osten soll ein Zentrum der Elektromobilität, des autonomen Fahrens sowie der Entwicklung und Produktion von Speicherkapazitäten werden. Dazu wollen wir Infrastruktur schaffen, Investitionen mobilisieren und regulative Anreize setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zukunftsinvestitionen, getragen durch Sachsen und den Bund, sind an dieser Stelle enorm wichtig. Der menschengemachte Klimawandel muss von uns entschlossen bekämpft werden. Dazu braucht es Investitionen in den klimaneutralen Umbau unserer Wirtschaft und Industrie. Dort müssen wir jetzt investieren, damit wir die Bekämpfung des Klimawandels sozial verträglich gestalten können. Damit wir sie nutzen können, um in einigen Technologiefeldern einen Vorsprung Ost zu erarbeiten. Damit hier bei uns in Sachsen gute und nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Heute in Zukunftstechnologien, eine nachhaltige Industriepolitik, Digitalisierung und moderne Mobilitätskonzepte zu investieren, ist ein Gebot ökonomischer Vernunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Wirtschaft, Soziales und Klimaschutz zusammendenken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Spätestens 2045 muss Deutschland klimaneutral wirtschaften. Im Klimaschutz geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“. Die Klimaschutzmaßnahmen der nächsten Bundesregierung müssen schnell greifen, dauerhaft wirksam und sozial ausgewogen sein. Wir setzen uns für eine schrittweise Anhebung des CO2-Preises ein. Parallel dazu müssen vor allem Alternativen zur fossilen Lebensweise schneller entstehen: ÖPNV-Ausbau, Elektromobilität, Wärme aus Erneuerbaren Energien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher brauchen wir ein Jahrzehnt des entschlossenen Ausbaus der Infrastruktur in allen Bereichen: Übertragungsnetze, Verteilnetze, Smart Meter, Wärmenetze, Wasserstoffpipelines, wasserstofffähige Gasnetze, Schienen, ÖPNV, Radwege, Ladesäulen. Dazu wollen wir Planungen und Genehmigungen beschleunigen. Ohne den massiven Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien – auch in Sachsen – werden wir den riesigen Energiebedarf einer dekarbonisierten Industrie nicht befriedigen können. Wir wollen zudem die Haushalte und Unternehmen durch eine schrittweise Abschaffung der EEG-Umlage beim Strompreis entlasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Kosten für einen besseren Klimaschutz im Wohnungssektor müssen fair zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen verteilt werden. Zu einer sozialen Wohnungspolitik gehört für uns aber ebenso, den Anstieg der Mieten zu bremsen und – wo nötig – vorübergehend zu stoppen. Die Mietpreisbremse und die Wiedereinführung des sozialen Wohnungsbaus in Sachsen hätte es ohne die SPD nicht gegeben. In einem nächsten Schritt wollen wir auch ein Verbot von Zweckentfremdungen ermöglichen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen einschränken. Letztendlich führt aber an einem massiven Neubau von Wohnraum kein Weg vorbei: Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, damit bundesweit jährlich 400.000 neue Wohnungen entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Modernstes Mobilitätssystem Europas </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die politischen Voraussetzungen dafür schaffen, dass immer mehr Menschen auf Busse, Bahnen oder das Fahrrad umsteigen. Dort, wo der private PKW weiter das Mittel der Wahl bleibt, wollen wir über alternative Antriebe klimafreundliche Alternativen schaffen. Unser Ziel ist eine klimaneutrale Mobilität, die sich alle leisten können. Alle Großstädte müssen an den Fernverkehr angeschlossen werden. Der Öffentliche Nahverkehr muss durch mehr Investitionen und höhere Betriebszuschüsse enger verzahnt und getaktet sowie attraktiver und landesweit erreichbar werden. Gerade die kommunalen Verkehrsunternehmen können ihr Angebot aber nur ausbauen, wenn alternative Finanzierungsansätze etabliert werden.<br><br>
In Sachsen steht der ÖPNV im Mittelpunkt der Mobilitätspolitik des SPD-geführten Verkehrsministeriums. Mit den Plus- und Taktbussen und einem Bildungsticket hat er neue Entwicklungsperspektiven erhalten. Wir bauen zudem eine Sächsische Mobilitätsgesellschaft auf, die über die Grenzen der einzelnen Verkehrsverbundräume hinweg den ÖPNV in Sachsen im Sinne der Fahrgäste einfacher, transparenter und besser macht. Die Wende zur Elektromobilität wollen wir durch einen deutlich schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützen. Damit wird eine sächsische Schlüsselindustrie zu einem Treiber der Verkehrswende und gleichzeitig werden hochwertig Arbeitsplätze zukunftsfähig gemacht. Daran arbeitet die SPD: Bund und Land, Hand in Hand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Mehr Chancengleichheit und Teilhabe </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen auf Bundesebene eine Familienzeit einführen, die Eltern und Pflegenden mehr Zeit für die Unterstützung ihrer Liebsten gibt. Dazu schlagen wir ein Vier-Säulen-Modell aus Elternzeit, Familienarbeitszeit, erhöhte Kinderkrankentage und Familienpflegezeit vor, das die bestehenden Leistungen verbessert. Das Ehegattensplitting für neu geschlossene Ehen wollen wir umgestalten. Wir wollen eine Kindergrundsicherung einführen, die auf einem höheren Kindergeld für einkommensschwächere Familien und einer kostenfreien Bildungs- und Teilhabeinfrastruktur für alle Kinder beruht. Außerdem wollen wir Instrumente schaffen, um ein Recht auf Weiterbildung und einen beruflichen Neustart zu verwirklichen. Die Arbeitslosenversicherung soll zu einer solidarischen Arbeitsversicherung werden. Das BAfÖG wollen wir ausbauen, indem wir es elternunabhängiger gestalten und schrittweise zu einem Vollzuschuss zurückkehren. Wir wollen die Ausbildung stärken, indem wir die Mindestausbildungsvergütung spürbar erhöhen und eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Sachsen greifen wir den Familien unter die Arme, indem wir Beratungs- und Hilfestrukturen absichern und weiterentwickeln. Zugleich legen wir einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Ganztagsangeboten, um den Familien den Arbeitsalltag zu erleichtern und Kinder gezielt zu fördern. Wir nehmen dabei insbesondere auch die Belange von Alleinerziehenden in den Blick. Mit dem Bildungsticket sind wir zugleich wichtige Schritte in Richtung eines kostenfreien ÖPNVs für Kinder und Jugendliche gegangen. Zugleich schaffen wir mit den „Sozialen Orten” eine unkomplizierte Förderung für das alltägliche Leben und den Austausch der Menschen vor Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Solidarisches Sozialsystem sichern und stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die gesetzliche Rente stärken und stehen für eine dauerhaft stabile Rentenleistung sowie ein dauerhaftes Rentenniveau von mindestens 48 Prozent. Hartz IV wollen wir überwinden und durch ein solidarisches Bürgergeld ersetzen. Wer länger eingezahlt hat, soll zukünftig länger Arbeitslosengeld I beziehen. Vermögen und die Wohnung werden wir zwei Jahre schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Blick nach Sachsen zeigt: Die SPD baut den sozialen Rettungsschirm aus und hilft damit denjenigen, die Unterstützung in unterschiedlichsten Lebenslagen brauchen. Kürzungen im Sozialbereich wird es mit uns in Sachsen nicht geben, dafür haben wir uns in den vergangenen Haushaltsverhandlungen erfolgreich eingesetzt. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, beispielsweise durch die Förderung von Jugendberufsagenturen und den „Pakt für die Jugend”. Für die sächsische Sozialdemokratie steht fest: Nur ein sozialer Staat ist ein starker Staat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Demokratische Strukturen und Mitbestimmung aktiv stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere auch im Rückblick auf die Wahlergebnisse in den ländlichen Regionen Sachsens wollen wir in allen Feldern die besonderen Bedarfe der ländlichen Kommunen stärker berücksichtigen. Kommunen müssen wieder handlungsfähiger werden. Freiwillige Aufgaben der Daseinsvorsorge werden insbesondere auch in ländlichen Regionen häufig von Vereinen und Ehrenamtlichen erbracht. Als kleinste Einheiten in unserer Demokratie stärken sie demokratische sowie gesellschaftliche Prozesse. Sie müssen gerade deshalb nachhaltig in ihrer zivilgesellschaftlichen Arbeit unterstützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem Ergebnis der AfD und den rechten Strukturen in Sachsen müssen und wollen wir mit konsequenter Demokratiearbeit, Extremismusprävention und einer dauerhaft gesicherten Finanzierung breiter politischer Bildung entschlossen entgegentreten. Dazu wollen wir das Demokratiefördergesetz auf Bundesebene endlich durchsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese und weitere Punkte wollen wir in den nächsten Wochen bei der Koalitionsbildung einbringen. Dabei geht es nicht um das dogmatische Beharren auf Einzelmaßnahmen, sondern um eine tragfähige Zukunftsvision für unser Land. Koalitionen müssen mehr sein als das Aufaddieren und Austarieren parteipolitischer Maßnahmenbündel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Sachsen bedeutet die Wahl, dass wir weiterhin laut für die ostdeutschen Themen auf Bundesebene streiten werden – und zugleich im Sächsischen Landtag und auf der Regierungsbank noch beharrlicher für einen sozialen, ökologischen und ökonomisch erfolgreichen Freistaat kämpfen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen jetzt in Sachsen mutigere Schritte in Richtung Zukunft machen und Blockaden lösen. Damit Zukunftsinvestitionen, die langfristig finanzierbar sind und gute Arbeitsplätze schaffen, möglich werden. Der klimaneutrale Umbau unserer Industrie muss jetzt vorangetrieben werden. Die Digitalisierung muss auch im ländlichen Raum endlich schneller vorwärtskommen – Stichwort Graue Flecken. Sachsen muss für diese Ziele mit der neuen Bundesregierung eng zusammenarbeiten. Es wäre eine vertane Chance, wenn wir diesen Schwung aus Berlin in Sachsen nicht mitnehmen würden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zugleich werden wir dafür sorgen, dass die Zukunftsvision der neuen Bundesregierung die Erfahrungen und Erwartungen der Menschen im Osten aufgreift. Es geht um den Respekt im Miteinander für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür stehen die SPD und Olaf Scholz. Und dafür werden unsere acht sächsischen Bundestagsabgeordneten in Berlin kämpfen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Oct 2021 19:32:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I03: Von Riesa geht ein Signal aus!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/746</link>
                        <author>SPD-Landesvorstand Sachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/746</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Landesvorstand der SPD Sachsen möge beschließen und an den Landesparteitag der SPD Sachsen als Initiativantrag weiterleiten: </strong><br><br>
Die sächsische SPD unterstützt den „<a href="https://ost.ngg.net/fileadmin/Landesbezirke/Ost/Dateien_und_PDF/Pressemitteilungen/Riesaer_Appell_fuer_Lohngerechtigkeit_Unterzeichner.pdf">Riesaer Appell</a>“ der Nahrungsmittelgewerkschaft NGG: Denn von Riesa geht ein Signal aus. In Sachsen und ganz Ostdeutschland entsteht eine neue gesellschaftliche Bewegung der Beschäftigten, die selbstbewusst ihre Rechte einfordert und zusammen mit den Gewerkschaften für höhere Löhne oder ihren Standort kämpfen. Beschäftigte, die sich nicht mehr damit zufrieden geben, dass sie 30 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch länger arbeiten, aber weniger verdienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Arbeitskämpfe sind nicht nur für die einzelnen Arbeiterinnen und Arbeiter und ganze Belegschaften wichtig. Sie stärken auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie in Sachsen. Denn der Ärger, für die eigene harte Arbeitsleistung keine angemessene Vergütung und später Rente zu erhalten, hat zur Wut auf <em>die Politik</em> in Sachsen beigetragen. Sie speiste sich auch aus dem Eindruck, dass die Politik scheinbar die Alltagsprobleme nicht zu sehen schien, dass etwa der Lohn nicht zum Leben reicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Engagement der Beschäftigten ist ein demokratisches Recht. Betriebliche Interessenvertretungen ermöglichen es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre Rechte und Interessen selbst zu organisieren. Diese Rechte basieren auf dem im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzip der Bundesrepublik Deutschland. Auch in Sachsen leben viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Sozialpartnerschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade diese Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen ist derzeit besonders wichtig: Denn Im Schatten von Corona werden ganze Wirtschafts- und Industriezweige durch Klimawandel, Digitalisierung und Automatisierung neu geordnet. Es geht daher darum, den Industrie- und Wirtschaftsstandort Sachsen zu stärken, um dadurch Arbeitsplätze zu sichern. Sachsens Industrie- und Dienstleistungswirtschaft kann bei Zukunftsthemen an die Spitze westdeutscher Bundesländer aufschließen und Vorreiter werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch einige sächsische Unternehmer scheinen immer noch im ostdeutschen Turbokapitalismus der 1990er Jahre zu leben. Sie verunglimpfen Mitwirkung und Mitbestimmung als Eingriffe in die unternehmerische Freiheit und bremsen auf unterschiedliche Arten Mitbestimmung aus. Gleichzeitig behandelt manches Unternehmen mit Sitz in Westdeutschland Ost-Betriebe immer noch als Reservekanister oder Billiglohnstandort wo man doch bitte länger arbeiten und weniger verdienen soll, und den man im Zweifel zuerst schließen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Beschäftigten in Sachsen stellen sich diesem Denken entschieden entgegen: Immer lauter und mit immer mehr Nachdruck. Das zollt uns Respekt ab, denn es wird vielfach unterschätzt, was Massenarbeitslosigkeit und die damit einhergehende einseitige Macht der Unternehmen in den letzten 30 Jahren mit den Arbeiterinnen und Arbeitern in Sachsen gemacht hat: Man hat damals vielen den Zahn gezogen. Das Motto: „Sozial ist, was Arbeit schafft“ führte und führt dazu, dass die Ostdeutschen beim Einkommen oft als Kolleginnen und Kollegen zweiter Klasse da stehen. In vielen Branchen bezahlen sie den Verzicht auf Mitbestimmung bis heute mit geringen Löhnen, schlechteren Arbeitsbedingungen und infolgedessen leider auch mit Altersarmut. Diese Zeit müssen wir endlich hinter uns lassen und dafür gemeinsam streiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn fest steht: Die Beschäftigten müssen heute weniger Angst um den Arbeitsplatz haben, wenn sie Forderungen an die Firmen und Chefs stellen. Arbeitsplatzverlust ist in Zeiten des Fachkräftemangels oft eine leere Drohung. Die Sächsinnen und Sachsen sollten und können mutig sein, sich gegen ungerechte Löhne und fehlende Mitbestimmung zur Wehr zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Riesaer Appell ist genau deshalb ein wichtiges Signal der ostdeutschen Beschäftigten, welchen wir ausdrücklich unterstützen. Denn wir stehen an der Seite der Beschäftigten in ganz Sachsen und streiten mit ihnen für mehr Mitbestimmung und gute Löhne. <strong>Insbesondere wichtig ist uns dabei – in Anknüpfung an die Forderungen aus dem Appell – für unsere politische Arbeit:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Die SPD Sachsen steht an der Seite der Beschäftigten</strong>: Wir unterstützen Initiativen von allen Beschäftigten, die sich auf den Weg machen, um Niedriglöhne, fehlende Mitbestimmung und deutliche Lohnunterschiede zu überwinden. Das von der SPD im Bund durchgesetzte „Betriebsräte-Modernisierungs-Gesetz” war hier ein wichtiger Schritt: Dieses schützt nun Kolleginnen und Kollegen, die einen Betriebsrat gründen wollen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Arbeit muss vor Altersarmut schützen: </strong>Wir brauchen Löhne, von denen die Menschen heute und im Alter nicht in Armut leben müssen. Denn wer den ganzen Tag arbeitet, muss ohne zusätzliche Unterstützung leben können und vor Altersarmut geschützt sein. Das ist eine Frage des Respekts. Armutsfeste Löhne sind das Gebot der Stunde. Daher fordern wir, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Weg mit den Lohnunterschieden:</strong> Über 30 Jahre nach der Deutschen Einheit müssen Lohnunterschiede von mehreren Hundert Euro im Monat bei gleichwertiger Arbeit der Vergangenheit angehören. Heute sind gute Löhne und Arbeitsbedingungen nicht nur eine Frage des Respekts, sondern sie sichern auch die Versorgung mit Fachkräften. Nur mit guten Löhnen findet man gute Leute. Die Zeit der Zurückstellung von Arbeitnehmerinteressen muss vorbei sein – im Interesse der Beschäftigten, und im Interesse des Wirtschaftsstandorts.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Gutes Geld für </strong><strong>Gute Arbeit:</strong> Zentral für die weitere Angleichung bei den Löhnen und der Arbeitszeit ist die Stärkung der Tarifbindung Sächsischer Unternehmen. Hier braucht es mehr als Anerkennung für die Arbeit von Gewerkschaften sowie von Betriebs- und Personalrät:innen. Um die Tarifbindung weiter zu stärken, setzen wir uns dafür ein, tarifgebundene Unternehmen steuerlich besser zu stellen als nicht-tarifgebundene Unternehmen. Es muss darüber hinaus einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verbindlich zu machen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Politik muss ihren Beitrag leisten</strong>: Wir müssen zum einen durch politische Maßnahmen Tarifverträge stärken. Und zum anderen gesetzliche Bestimmungen, die Tarifflucht begünstigen und prekäre Beschäftigung fördern, ändern. Deshalb belohnen wir in unserer sächsischen Wirtschaftsförderpolitik Tarifbezahlung und werden das sächsische Vergabegesetz arbeitnehmerfreundlich umgestalten. Zugleich werden wir die Bundesebene bei der die Einführung eines Bundestariftreuegesetzes unterstützen. Die sächsische Sozialdemokratie wird weiterhin ihren politischen Beitrag dazu leisten und energisch für Gute Arbeit in Sachsen streiten.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Oct 2021 19:10:58 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I04: Jetzt erst recht - die SPD Sachsen als starke Kraft gegen Rechts</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/745</link>
                        <author>SPD-Kreisverband Zwickau</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/745</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der SPD-Landesparteitag der SPD möge beschließen und an den neuen Landesvorstand<br>
und alle Gliederungen der SPD Sachsen weiterleiten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundestagswahl 2021 hat gezeigt, dass die SPD auch die Wähler:innen in Sachsen mit guten Inhalten und talentierten Kandidierenden überzeugen kann. Die Bundestagswahl zeigte aber auch, dass rechte Parteien in Sachsen stärkste Kraft werden können und trotz undemokratischen Inhalten, bekannten rechtsextremen Verbindungen und unerträglichen Kandidierenden die große Mehrheit der sächsischen Direktmandate holt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Zeit vor der Bundestagswahl lag das Augenmerk der Medien besonders auf dem Landkreis Zwickau, wenn es um Rechtsextremismus ging. Sogenannte “Freie Sachsen” riefen zur Torpedierung einer Wahlkampfveranstaltung mit Petra Köpping und Carlos Kasper auf. Um alle beteiligten Personen schützen zu können, entschied man sich kurzfristig zur Absage der Veranstaltung in Limbach-Oberfrohna. Die Polizei in Zwickau erkannte keine Gefahr, obwohl ähnliche Veranstaltungen mit Verletzten und Straftaten endeten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenige Wochen später riefen Rechtsextremisten des “III. Weges” mit Plakaten zum Mord auf. Die Staatsanwaltschaft in Zwickau konnte oder wollte keine Gefahr erkennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber auch ohne Bundestagswahl ist Zwickau noch immer Herd rechtsextremer Nachrichten. Die Oberbürgermeisterin a.D. Pia Findeiß musste sich in den Jahren vor ihrem Rückzug ausdem Amt mit vielen undemokratischen Rechten auseinandersetzen. Dabei wurde nicht nur sie, sondern auch ihre Familie massiv bedroht. Persönlich angegriffen wurde auch eine Straßensozialarbeiterin, die sich aufgrund des massiven rechten Drucks aus ihrem Beruf zurückziehen musste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Beispiele stehen für viele “Einzelfälle”, die sich in ganz Sachsen abspielen - vor allem im ländlichen Raum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>So kann es nicht weitergehen! Wir Demokrat:innen lassen uns unsere Marktplätze,<br>
unser gesellschaftliches Engagement und unsere Freiheit nicht von rechten Spinnern nehmen! Die gesamte SPD Sachsen, insbesondere der neu gewählte Landesvorstand verpflichten sich deshalb erneut:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ganz nach dem Motto “Antifa ist Handarbeit” müssen wir als SPD Sachsen als starke Bündnispartnerin in die ländlichen Räume gehen und die Demokrat:innen vor Ort unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Als Partnerin im Kampf gegen Rechts werden wir für die Förderung von demokratischen und politischen Bildungsangeboten für Jung und Alt arbeiten. Wir sind ständig auf der Suche nach Partner:innen und Möglichkeiten des Ausbaus von demokratischen Bündnisstrukturen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir stoßen die Bildung von runden Tischen und anderen Gesprächsformaten an, um näher an den Bürger:innen zu sein, um die Probleme vor Ort schneller zu verstehen und durch verschiedene Gremien lösen zu können, bevor rechte Kräfte diese Probleme für sich missbrauchen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir sind eine Kümmererpartei und nehmen als solche Ängste und Sorgen der Bürger:innen ernst, hören ihnen zu und bieten ihnen sozialdemokratische Lösungen für ihre Probleme an, ohne dabei Rechtsextremen oder Verschwörungs”theoretikern” eine Bühne zu geben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wenn Unrecht durch lokale Behörden nicht erkannt und tatsächliche Gefahren kleingeredet werden, dann werden wir laut und lassen uns ein solches Verhalten nicht gefallen!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Kampf gegen Rechts ist eine zentrale Aufgabe der Sozialdemokratie. Als sächsische SPD sind wir unserer besonderen Aufgabe bewusst und kämpfen in jedem Moment gegen Rechts.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 Oct 2021 15:05:41 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-16: Harald Prause-Kosubek</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Harald_Prause-Kosubek-55255</link>
                        <author>SPD-Kreisverband Görlitz</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Harald_Prause-Kosubek-55255</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 Oct 2021 11:18:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-18: Claudia Scholz</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Claudia_Scholz-4123</link>
                        <author>SPD-Kreisverband Leipzig</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Claudia_Scholz-4123</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/web/oLPT2021-2/Claudia_Scholz-4123/viewimage?sectionId=59" alt="Foto"><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ortsverein / Unterbezirk: Markkleeberg / Kreisverband Leipzig</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meine Name ist Claudia Scholz, ich bin 39 Jahre alt und arbeite als Mitarbeiterin im Verwaltungsleitungsbereich des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. In Nebentätigkeit bin ich Geschäftsführerin einer kleinen Firma, die sich mit Datenschutz, Digitalisierung und der Arbeit 4.0 befasst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong><span class="underline">Warum bewerbe ich mich als Beisitzerin im Landesvorstand? </span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptgrund ist die innerparteiliche Zusammenarbeit und vor allem die ländlichen Gebiete mehr in den Fokus der Landesparteiarbeit zu rücken, unsere Mitglieder dort und in ganz Sachsen besser zu vernetzen und ihnen die Teilhabe am politischen Geschehen unserer Partei zu ermöglichen. Gerade die kleineren Ortsvereine haben landesweit das Problem, aufgrund von Entfernungen, der Altersstruktur, Vereinbarkeit von Familie &amp; Beruf, geringer finanzieller Mittel, fehlender Transparenz und Informationslücken, politisch überhaupt unproblematisch aktiv werden zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein zweiter Grund ist, sich für die Wirtschaftsstruktur und damit die Unternehmer/-innen im ländlichen Bereich stark zu machen. Ohne diese Unternehmer/-innen keine Arbeitnehmer/-innen. Es gäbe kein Niederlassen von Menschen, keinen Tourismus, keine Belebung des ländlichen Raumes, etc.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 05 Oct 2021 17:15:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu A1: Mehr Frauen in die Parlamente – Parität jetzt!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/569/amendment/219</link>
                        <author>SPD-Unterbezirk Dresden</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/569/amendment/219</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_56_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Nach Zeile 11 einfügen:</h4><div><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die SPD soll sich daher im Rahmen der Koalitionsverhandlungen für eine umfassende Überarbeitung des Bundestagswahlrechts einsetzen, die insbesondere folgende Punkte umfasst:</p><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p>wirksame Begrenzung der Größe des Bundestages,</p></li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p>Anpassung der Direktwahlkreise oder Einführung von Mehrpersonen-Wahlkreisen - ähnlich wie z.B. in Hamburg, da eine Parität mit dem bisherigen System der Erst- und Zweitstimmen nicht erreichbar ist,</p></li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p>Begrenzung der Sondereffekte, die durch das alleinige Antreten der CSU in Bayern entstehen.</p></li></ul></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Die Änderungen umfassen zum einen die Weiterleitungsziele - auch in Richtung Koalitionsverhandlungen im Bund.</p>
<p>Außerdem greift sie noch ein paar Punkte auf, die beim Wahlrecht angepasst werden müssten, um Parität zu ermöglichen. Am wichtigsten ist hier eine Änderung, wie in Zukunft Direktmandate erzielt werden. Das jetztige System sorgt auch bei Parteien, die paritätische Listen aufstellen dafür, dass am Ende keine Parität sichergestellt ist - wie bei der SPD der Fall. Ein solcher Mechanismus wäre aber wichtig, gerade wenn weitreichende Paritätsregelungen nicht verfassungskonform umgesetzt werden können. Eine Lösung wären Mehrpersonenwahlkreise, in denen dann jeweils paritätische Listen antreten. Mehrpersonenwahlkreise, ergänzt durch kurze Landeslisten, sind auch für andere Herausforderungen, die wir gerade in Sachsen haben, charmant.</p>
<p>Außerdem sollte man die Chancen nutzen, jetzt an die Privilegierung der CSU ranzugehen.</p>
<p>Eine wirksame Begrenzung des Bundestages ist in diesem Kontext kein Selbstzweck - je größer der Bundestag, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Listenplätze, die dann ziehen, nicht mehr paritätisch sind. Insbesondere dann, wenn wie bei dieser Wahl theoretisch eine Größe um die 1.000 im Raum stand.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 05 Oct 2021 16:31:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I02: Mehr Demokratie wagen -   Neue Formen der Partizipation als Antwort auf mangelndes Vertrauen in die repräsentative Demokratie </title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/743</link>
                        <author>SPD-Kreisverband Bautzen / ASJ Sachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/743</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag möge beschließen und an den Parteivorstand und Bundesparteitag weiterleiten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sächsische SPD fordert den Parteivorstand auf, im Rahmen der Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag auf Bundesebene in diesen die Einführung von Elementen direkter Demokratie im Grundgesetz zur Stärkung der demokratischen Willensbildung zu konkreten gesetzgeberischen Vorhaben vorzusehen. Insbesondere soll die Möglichkeit geschaffen werden, konkrete gesetzgeberische Vorhaben in Form eines Volksantrages von Bürger:innen in den Bundestag einzubringen, über den der Bundestag nach Diskussion in Plenum und Ausschüssen abschließend entscheidet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf Bundesebene und in den Bundesländern sollen die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass Bürger:innen ihre Mitwirkung an der Gesetz- und Satzungsgebung in Planungszellen und Bürger:innenräten einfordern können. Das System der Gesetzgebung und der kommunalen Satzungsgebung soll so ergänzt werden, dass für geeignete Problemstellungen Bürger:innen beanspruchen können, dass Planungszellen oder andere Bürger:innenräte in die Entwicklung der zur regelnden Materie eingebunden werden und dem Gesetz- oder Satzungsgeber Vorschläge unterbreiten können, welche Regelung oder Entscheidung zur Erreichung eines Ziels getroffen werden sollte. Bürge:rinnen müssen in Gesetzgebung und Planung genauso frühzeitig eingebunden werden wie die Vertretungen von Interessengruppen und Lobby-Verbänden, um ihre Beteiligungsrechte gleichberechtigt wahrnehmen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sollten die Ergebnisse des Leipziger Bürgerrats Demokratie 2019, die Erfahrungen des Wuppertaler Modells von Planungszellen sowie weitere Beteiligungsformen geprüft werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit Jahren ist eine Tendenz zu erkennen, dass sich viele Bürger:innen immer stärker entfremdet sehen von den Personen, die von ihnen in Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage, in die Landtage oder den Bundestag gewählt wurden. Viele verstehen die Relevanz der Entscheidungen nicht, die für sie als „das Volk“ getroffen werden, oder empfinden getroffenen Entscheidungen als gegen sie oder ihre Interessen gerichtet. Das Resultat ist eine mangelnde Beteiligung an Wahlen und fehlendes Verständnis für den Abwägungsprozess sowie den Interessenausgleich beim Gang der Gesetzgebung. Auch wenn der aktuelle Bundestagswahlkampf einen Aufbruch in eine neue Koalitionsoption verspricht, spannend geführt wird und deshalb eine hohe Wahlbeteiligung erhofft werden kann, ist der Eindruck weit verbreitet, man könne ja doch nichts ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Verfassungsgeber hat in Sachsen deshalb vorgesehen, dass sich Bürger:innen mit eigenen gesetzgeberischen Anliegen im Wege des Volksantrags an den Landtag wenden können, der diesen Antrag wie einen Antrag der Staatsregierung oder einen Antrag aus der Mitte des Landtags behandeln muss. Damit erlangen sie, wenn sie genügend Unterstützung haben, einen Status ähnlich dem parlamentarischen Gesetzgeber, können aber im Landtag nicht über den Antrag entscheiden. Dafür können sie, wenn der Landtag dem Antrag nicht zustimmt oder innerhalb von 6 Monaten nicht entscheidet, ein Volksbegehren durchführen, das im Erfolgsfall zu einem Volksentscheid führt. Damit ist das Volk des Freistaates Sachsen gleichberechtigter Gesetzgeber neben dem Landtag; dies hat der Sächsische Verfassungsgerichtshof inzwischen mehrfach bestätigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die Bundesebene ist die Einführung von Elementen direkter Demokratie nicht unumstritten. In der SPD gibt es eine klare Beschlusslage, die das befürwortet. Die Bundestagsfraktion hat im Jahr 2013 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der dies konkret regelt. Angesichts gelegentlich negativer Erfahrungen in einigen Bundesländern und im Ausland, wo Volksentscheide nicht die Ergebnisse brachten, die man politisch für „richtig“ hielt, weil mächtige Vertreter:innen von Individualinteressen mit großem finanziellem Einsatz Ergebnisse manipuliert zu haben schienen, ist die Beschlusslage der Partei erneut in die Diskussion gekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Vorschlag, für die Bundesebene zunächst das Instrument des Volksantrages einzuführen, über den nur der Bundestag, nicht aber ein Volkentscheid am Ende befindet, verbindet die emanzipatorische Idee, das Volk an Gestaltung und Verantwortung von Politik zu beteiligen und es darüber zu interessieren mit der Vermeidung von Möglichkeiten, Volksabstimmungen populistisch zu manipulieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zugleich streben die Einreicher:innen in Ergänzung dieses Systems mit diesem Antrag an, Bürger:innen in geeigneten Bereichen bereits im Vorfeld eines neuen Gesetzes oder einer neuen Satzung so zu beteiligen, dass das Ziel der Regelung erkannt und bewertet werden kann und, dass die Beteiligten unter professioneller Beratung selbst konkrete Empfehlungen abgeben können, wie die so definierten Ziele zu erreichen sind. Es gibt u.a. im Baurecht, im Umweltrecht und im Planungsrecht sowie in vielen kommunalen Satzungen bereits Ansätze für derartige Formen der Beteiligung, die jedoch meist nicht oder zu spät wahrgenommen werden. Das kann am mangelnden Interesse der Bevölkerung liegen, aber auch daran, dass Veröffentlichungen so erfolgen, dass sie möglichst unbemerkt bleiben. Hier wäre zu regeln, wie so viel Öffentlichkeit für solche Vorhaben geschaffen wird, dass sich das Interesse und potentieller Widerstand nicht erst dann rührt, wenn im baurechtlichen Sinne „der Bagger rollt“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In anderen Bereichen, insbesondere bei der Gesetzgebung, gibt es bisher die Anhörung von Verbänden, nicht aber die aktive Einbindung und Beteiligung potentiell betroffener Bürger:innen. Denjenigen, die meist den Eindruck haben, dass Gesetzgebung durch die Lobby mächtiger Interessenvertretungen maßgeblich beeinflusst wird, sollten selbst genauso frühzeitig Gesetzgebungsabsichten bekannt werden, damit sie die Möglichkeit haben, in strukturierter Form an der Gesetzgebung mitzuwirken. Beiräte und ähnliche Gremien können die Funktion übernehmen, Adressaten der Gesetzgeber schon in der Anhörung zu sein und die Interessen von Bürger:innen aus deren Perspektive zu artikulieren. Damit würde auch in dem Bereich, wo bereits vor der eigentlichen Gesetzgebung durch das Parlament Interessen abgeglichen und berücksichtigt werden, eine wichtige Lücke in der Beteiligung von Bürger:innen geschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In unserem Zukunftsprogramm haben wir als SPD dazu formuliert:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>„Wir werden die Erfahrungen mit Bürgerräten aufgreifen und es uns zur Aufgabe machen, neue Wege der unmittelbaren Beteiligung an staatlichen Entscheidungen zu gehen. Durch eine systematische und frühzeitige Beteiligung der Bürger*innen an staatlichen Projekten können Rechtswege verkürzt und Verfahren beschleunigt werden.“ (Ziff. 2.8., S. 25)</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong><span class="underline">Begründung der Dringlichkeit des Initiativantrags:</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD hat bei der Bundestagswahl ein herausragendes Ergebnis erzielt und wird in Koalitionsverhandlungen eintreten, die im Erfolgsfall zu einer Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzler Olaf Scholz führen werden. Es ist Beschlusslage der SPD in Sachsen, dass auf der Bundesebene Instrumente direkter Demokratie mit Volksantrag, Volksbegehren und Volksentscheid eingeführt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allerdings hat diese klare Aussage nicht Eingang in das Wahlprogramm, das Zukunfts-Programm gefunden. Die potentiellen Koalitionspartner sehen direkte Demokratie eher skeptisch; die Grünen haben sich mit knapper Mehrheit 2020 davon vollständig verabschiedet, die FDP wollte das noch nie. Mit unserem Antrag wollen wir die Möglichkeit eröffnen, mit einem Gesetzesinitiativrecht einen ersten Schritt in die Richtung von Beteiligung der Bürger:innen an der Gesetzgebung zu gehen, ohne dass der parlamentarische Gesetzgeber Angst haben muss, das Volk werde vor einem Volksentscheid, der ja nicht vorgesehen ist, von mächtigen Interessengruppen unangemessen manipuliert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieses Ziel können wir nur befördern, wenn es auf unserem Parteitag beschlossen und für die Verhandler:innen an den Parteivorstand, zur Meinungsbildung darüber hinaus an den Bundesparteitag gerichtet wird.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 05 Oct 2021 16:25:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu A1: Mehr Frauen in die Parlamente – Parität jetzt!</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/569/amendment/218</link>
                        <author>SPD-Unterbezirk Dresden</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/motion/569/amendment/218</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_56_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 2 einfügen:</h4><div><p>Der Landesparteitag der SPD Sachsen möge beschließen und an <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die sächsischen SPD-Bundestagsabgeordneten, die Teilnehmer:innen der Koalitionsverhandlung und </ins>die SPD-<br>Landtagsfraktion weiterleiten:</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Die Änderungen umfassen zum einen die Weiterleitungsziele - auch in Richtung Koalitionsverhandlungen im Bund.</p>
<p>Außerdem greift sie noch ein paar Punkte auf, die beim Wahlrecht angepasst werden müssten, um Parität zu ermöglichen. Am wichtigsten ist hier eine Änderung, wie in Zukunft Direktmandate erzielt werden. Das jetztige System sorgt auch bei Parteien, die paritätische Listen aufstellen dafür, dass am Ende keine Parität sichergestellt ist - wie bei der SPD der Fall. Ein solcher Mechanismus wäre aber wichtig, gerade wenn weitreichende Paritätsregelungen nicht verfassungskonform umgesetzt werden können. Eine Lösung wären Mehrpersonenwahlkreise, in denen dann jeweils paritätische Listen antreten. Mehrpersonenwahlkreise, ergänzt durch kurze Landeslisten, sind auch für andere Herausforderungen, die wir gerade in Sachsen haben, charmant.</p>
<p>Außerdem sollte man die Chancen nutzen, jetzt an die Privilegierung der CSU ranzugehen.</p>
<p>Eine wirksame Begrenzung des Bundestages ist in diesem Kontext kein Selbstzweck - je größer der Bundestag, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Listenplätze, die dann ziehen, nicht mehr paritätisch sind. Insbesondere dann, wenn wie bei dieser Wahl theoretisch eine Größe um die 1.000 im Raum stand.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 05 Oct 2021 09:55:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-21: Nadja Sthamer</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Nadja_Sthamer-36836</link>
                        <author>SPD-Stadtverband Leipzig</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Nadja_Sthamer-36836</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/web/oLPT2021-2/Nadja_Sthamer-36836/viewimage?sectionId=59" alt="Foto"><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ortsverein / Unterbezirk: OV Südost / UB Leipzig</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Genossinnen und Genossen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>seit 2019 bin ich in Doppelspitze Ortsvereinsvorsitzende im Leipziger Südosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Davor war ich vor allem bei den Jusos aktiv. Gestartet habe ich mein Engagement bei der Leipziger Juso-Hochschulgruppe und war dann stellvertretende Vorsitzende der Jusos Leipzig. Von 2015 bis 2017 war ich Beisitzerin im Landesvorstand der Jusos Sachsen und habe mich dort vor allem für die Themen Europa, Internationales und Feminismus eingesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geboren bin ich 1990 im Vogtland und dann im Thüringer Wald aufgewachsen. Während meiner Jugend war ich aktive Leistungssportlerin im Rennrodeln. 2008 bin ich zum Studium nach Leipzig gekommen und bin dort - nach zwischenzeitlichen Auslandsaufenthalten in Brüssel und Äthiopien - geblieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Über die Parteiarbeit hinaus bin ich bei den SJ die Falken aktiv und Mitglied bei Ver.Di.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit solidarischen Grüßen<br>
Nadja</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Oct 2021 15:44:04 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-17: Sebastian Reichelt</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Sebastian_Reichelt-44511</link>
                        <author>SPD-Unterbezirk Chemnitz</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Sebastian_Reichelt-44511</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 04 Oct 2021 15:34:02 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-07: Alexander Geißler</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Alexander_Geissler-31407</link>
                        <author>SPD-Kreisvorstand Mittelsachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Alexander_Geissler-31407</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/web/oLPT2021-2/Alexander_Geissler-31407/viewimage?sectionId=59" alt="Foto"><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ortsverein / Unterbezirk: Ortsverein Freiberg / Unterbezirk Mittelsachsen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich bin Volljurist und lehre an der TU Freiberg <strong>Verbraucherrecht und Arbeitsrecht.</strong> Seit 2010 SPD-Mitglied engagiere ich mich als stellv. Vorsitzender der SPD Freiberg und im Kreisvorstand der SPD Mittelsachsen, bin Mitglied der AWO und von ver.di und ehrenamtlich in lokalen Netzwerken eingebunden. Ein <strong>überparteilicher Austausch</strong> ist mir sehr wichtig. Einbringen kann ich meine Erfahrung aus einem Landtags- und einem Bundestagswahlkampf und meine kommunalpolitische Arbeit als Mitglied der SPD-Fraktion des Freiberger Stadtrates. Mein Thema ist der <strong>gesellschaftliche Zusammenhalt, Ausgleich und Beteiligung</strong>. Hier liegen die größten Herausforderungen für zukünftige Erfolge der SPD. Ich bin davon überzeugt, dass wir viel mehr Menschen in Sachsen von unseren Ideen und Inhalten überzeugen können, wenn wir versuchen Dialoge offener zu gestalten: Auf Augenhöhe und mit dem Ziel auch uns selbst weiterzuentwickeln. Im Wahlkampf habe ich oft Gespräche mit Menschen geführt, die sich vorstellen konnten, die AfD zu wählen. Wirklich nie ging es in den Gesprächen darum, dass ich von kruden Ansichten überzeugt werden sollte. Immer wurde ein fehlender Austausch bemängelt und das Gefühl, nicht mitgenommen zu werden. Im Gespräch ergaben sich dann immer, sogar teils sehr große, Schnittmengen mit sozialdemokratischer Politik. Ich bin davon überzeugt, wenn diese Empfindungen fehlender Teilhabe subjektiv geäußert werden, existieren sie auch, egal, ob wir alle schon sehr viel gemacht haben, um möglichst viele Menschen mitzunehmen. Im Landesvorstand sehe ich meine Aufgabe darin neue Formate mitzuentwickeln, die unsere Politik erklären und bei denen man sich argumentativ mit Vor- und auch Nachteilen unserer Programmatik auseinandersetzen kann. <strong>Denn das erzeugt Glaubhaftigkeit und ist ehrlich</strong>. Wir haben das beste Programm und haben nichts zu verlieren, wenn wir stärker versuchen unsere Forderungen vor kritischen Stimmen einer Praxisprobe zu unterziehen. Die CDU hat über Jahrzehnte diesen klaren Austausch versäumt und wurde abgestraft. Ich spüre, dass wir durch eine andere Art der Kommunikation bereits zu den Landtagswahlen den Platz der CDU streitig machen können. Denn: Inhaltlich liegen wir mit vielen Menschen, die im Moment noch Vorbehalte gegenüber der SPD als Partei haben, nicht weit auseinander. Wir haben den historischen Moment Vertrauen zurückzugewinnen. Das <strong>geht mit viel Präsenz vor Ort und niederschwelliger und barrierefreier Einbindung.</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 29 Sep 2021 18:33:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-09: Ralf Hron</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Ralf_Hron-48959</link>
                        <author>SPD-Landesvorstand Sachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Ralf_Hron-48959</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 28 Sep 2021 10:54:32 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Beschluss Z11/07-21: 01000001 01101110 01110100 01110010 11000011 10100100 01100111 01100101 00100000 01100100 01101001 01100111 01101001 01110100 01100001 01101100 01101001 01110011 01101001 01100101 01110010 01100101 01101110 (Anträge digitalisieren)</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/01000001_01101110_01110100_01110010_11000011_10100100_01100111_0110010-7248</link>
                        <author>SPD-Landesparteitag</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/01000001_01101110_01110100_01110010_11000011_10100100_01100111_0110010-7248</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Votum der Antragskommission</h2><h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Der Landesparteitag der SPD Sachsen mögen beschließen:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Nachhaltigkeit der Antragsberatungen zu gewährleisten und um es allen Interessierten zu ermöglichen, sich einen Überblick über die Beschlusslage mindestens ab Gliederung Bezirksebene der SPD Sachsen zu verschaffen, soll eine zentrale Antragsdatenbank eingerichtet werden, in der alle spätestens ab dem 1.1.2010 beschlossenen Anträge der Gliederungen der SPD Sachsen nach Schlagworten durchsucht und nach Kriterien gefiltert werden können.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aktuell haben nur sehr wenige Parteimitglieder, die schon seit langer Zeit sehr engagiert sind, einen Überblick über die Gesamtbeschlusslage der Partei. Das schafft Machthierarchien, die wir, um die Partei inklusiver zu machen und für Nicht-Mitglieder zu öffnen, abschaffen möchten. Daher sollte es ohne Probleme möglich sein, nachzusehen welche Gliederung der Partei zu welchem Thema welche Positionen beschlossen haben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 23 Sep 2021 17:09:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P4-03: Markus Bergforth</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Markus_Bergforth-35672</link>
                        <author>SPD-Kreisverband Leipzig</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Markus_Bergforth-35672</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wahl der 17 Beisitzerinnen und Beisitzer</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 01 Sep 2021 16:09:06 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P1-1: Kathrin Michel / Henning Homann</title>
                        <link>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Kathrin_Michel_-_Henning_Homann-30151</link>
                        <author>SPD-Kreisverbände Mittelsachsen und Bautzen, ASF Sachsen</author>
                        <guid>http://antraege.spdsachsen.de/web/oLPT2021-2/Kathrin_Michel_-_Henning_Homann-30151</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/web/oLPT2021-2/Kathrin_Michel_-_Henning_Homann-30151/viewimage?sectionId=59" alt="Foto"><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Liebe Genossinnen und Genossen,</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>knapp drei Wochen sind es noch bis zur Bundestagswahl, fünf Wochen bis zu unserem Landesparteitag. Wir sind aufgeregt. Schritt um Schritt hat unser Kanzlerkandidat Olaf Scholz die SPD nach vorn gebracht. In den Wahlkreisen kämpfen unsere Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Teams ideenreich und beharrlich. Inzwischen mit immer mehr Rückenwind. Das freut uns sehr!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Bundestagswahl ist nicht nur eine wichtige Entscheidung über den künftigen Weg Deutschlands. <strong>Sie ist für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch Mutmacher: Nicht aufgeben. Geradlinig sein. Selbst überzeugt bleiben. </strong>Jeden Tag aufs Neue andere überzeugen. Das zahlt sich aus. Und ganz ehrlich: In den vergangenen Jahren konnte man in schwachen Momenten schon mal daran zweifeln, ob der lange Atem wirklich zum Ziel trägt oder nur eine Durchhalteparole ist. Jetzt ist er da, der lang ersehnte Rückenwind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Nicht aufgeben. Geradlinig und überzeugt sein. Jeden Tag aufs Neue andere überzeugen. Das treibt auch uns beide an. </strong>Deshalb bewerben wir uns am 9. Oktober 2021 gemeinsam um den Landesvorsitz der sächsischen SPD. Wir bitten Euch hierfür um Eure Unterstützung und Eure Stimme.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und faire Löhne, Sicherheit im Alter, eine starke Bildungs- und Familienpolitik, nachhaltige Zukunftsinvestitionen für wirtschaftlichen und ökologischen Fortschritt, Klimaschutz und eine internationale Friedenspolitik – für all das steht und kämpft die Sozialdemokratie. Diese Inhalte sind aktuell, sie sind wichtig, sie überzeugen. Trotzdem hatte die SPD in den letzten Jahren keinen leichten Stand. Viele Menschen haben nicht an unseren Inhalten gezweifelt, sondern an unserer Partei selbst: An unserer Durchsetzungskraft und unserer Geradlinigkeit. Daran, dass unser Fokus wirklich auf diesen Inhalten lag. Und daran, dass wir für diese beharrlich Streiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Zweifel kamen nicht von ungefähr. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und einem Globalisierungssprung, nach 16 Jahren Helmut Kohl und der ersten rot-grünen Koalition, in einer Zeit gravierender technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche war die Sozialdemokratie selbst mit sich eine Zeit lang nicht im Reinen. Die Suche nach dem richtigen Weg führte uns durch zahlreiche Personalwechsel an der Parteispitze, durch große Koalitionen und durch ein schmerzliches Tief bei vielen Wahlen. Das haben wir als sächsische Sozialdemokratie in den letzten Jahren schmerzlich zu spüren bekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Inzwischen hat die SPD wichtige Pflöcke eingeschlagen: Der Mindestlohn und die Grundrente, die Mietpreisbremse und das Gute-Kita-Gesetz sind Realität. Das neue Sozialstaatskonzept ist unsere klare Basis; Digitalisierung, Klimaschutz und nachhaltige Investitionen unsere Zukunftsmissionen. Wir haben unseren inhaltlichen Fokus zurückgewonnen. Das kommt auf der Straße an: <strong>Unsere sozialdemokratischen Botschaften treffen den Puls der Zeit. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Aufschwung, den wir alle gerade verspüren, ist kostbar. Er ist verdient. Aber er kann flüchtig sein – wer wüsste das besser als wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Wir wollen ihn durchtragen; nicht nur in den Wochen bis zur Bundestagswahl, sondern weit darüber hinaus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Genauso stark wie Olaf Scholz auf Bundesebene steht und kämpft, genauso sehr setzt Ihr, liebe Genossinnen und Genossen, Euch im Land, in den Städten und Gemeinden, in den Unterbezirken und Ortsvereinen für unsere sozialdemokratischen Werte und Inhalte ein. Wir beide, Kathrin Michel und Henning Homann, verbinden mit unserer Kandidatur ein klares Ziel: <strong>Wir wollen gemeinsam mit Euch dafür sorgen, dass die Menschen an unserer Partei nicht mehr zweifeln. Wir wollen den Aufschwung weitertragen und Rückenwind für Euch sein.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD ist weit mehr als eine Regierungspartei. Sie darf deshalb nicht allein in der Regierungsarbeit aufgehen. Wir wollen das eigenständige Profil der SPD in Sachsen stärken. Wir wollen unsere Inhalte und Konzepte, unsere sozialdemokratische Idee klarer wahrnehmbar machen. Denn für das soziale Sachen von morgen braucht es eine starke Sozialdemokratie. Eine SPD – die energisch kämpft, klare Kante für die gerechte Sache zeigt und wichtige soziale Debatten anführt. Eine SPD – die laut ist und Krach schlägt. Dafür wollen wir als Team antreten: Für eine starke sozialdemokratische Stimme in Sachsen. Die die Zukunft des Freistaats sozial gestaltet und für die Interessen der Sächsinnen und Sachsen energisch streitet. Die Sozialdemokratie soll deutlich sicht- und hörbar sein, nicht nur in der Regierung und im Parlament, sondern überall in Sachsen: vor Ort in den Städten und Gemeinden, in den vielen Bündnissen und Netzwerken, im Ehrenamt.<strong> Das wollen wir mit Euch und für Euch organisieren.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>“Mit welcher Idee, mit welchem Programm tretet Ihr an?”, werdet Ihr uns sicher fragen? Dazu eins vorweg: Die sächsische SPD besteht nicht allein aus zwei Vorsitzenden. Wir meinen das ernst mit der Mitgliederpartei. Deshalb gibt es hier kein vorgesetztes Programm – sondern das Angebot an alle fast 5.000 Sozis in Sachsen: <strong>Lasst uns das gemeinsam machen!</strong> Die Sozialdemokratie hat ein ganz klares Ziel: Wir setzen uns für das Gemeinwohl in diesem Land ein; dafür, dass es gerecht zugeht. Das haben wir in den vergangenen Jahren mit unserer Politik bewiesen. Und das ist auch zukünftig unsere Mission.<br><br><strong>Soziale Gerechtigkeit, das ist die Sache der SPD – klarer Fall. Diese Botschaft muss nur noch viel lauter und klarer an die Leute kommen!</strong> Dafür wollen wir uns zuständig fühlen. Gemeinsam mit den 5.000 Botschafterinnen und Botschaftern, die wir für diese Sache haben. Im Politiksprech würde es heißen: Wir müssen unser politisches Profil schärfen. Wir sagen: Wir müssen für die gute Sache gemeinsam lauter trommeln und begeistern. Damit das gelingt, sollte sich die sächsische SPD in ihrer Arbeit von Prinzipien leiten lassen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Eine Idee – viele Köpfe</strong><br>
Die SPD ist eine Volkspartei. Viele Themen, viele Inhalte spielen bei uns eine Rolle, das ist auch gut so. Doch unseren aktuellen Aufschwung verdanken wir der Tatsache, dass wir unseren Fokus wiedergefunden haben und hartnäckig verfolgen: Soziale Gerechtigkeit. Eine Idee im Fokus und nicht eine Person, das wollen wir stärken. Und deutlich machen, wie viele wir sind. Junge und Alte, Frauen und Männer, Landeier und Hipster: die Menschen in der SPD sind vielfältig, aber sie alle eint dasselbe Ziel: Soziale Gerechtigkeit. Eine Idee – viele Köpfe, das soll eines unserer Prinzipien sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Das Verbindende suchen und stärken</strong><br>
Ob beim Arbeitskampf oder beim Kampf gegen Rechts, in der Jugendpolitik oder beim Klimaschutz: Jede gute Sache braucht ein starkes Bündnis, ein Netzwerk an kompetenten Partner:innen, die für die gemeinsame Sache zusammenarbeiten. Wir wollen die Netzwerk- und Bündnispartei SPD weiter stärken. Die SPD ist eine starke Partnerin und kann gemeinsam mit anderen viel durchsetzen: Bei der Gemeinschaftsschule hat es geklappt, beim Doppelhaushalt auch. Wir wollen mehr von solchen gesellschaftlichen Erfolgen organisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Wir stehen an der Seite der sächsischen Arbeitnehmer:innen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist gut, dass die sächsischen Arbeitnehmer:innen ein neues Selbstbewusstsein entwickeln und auch im Konflikt mit den Arbeitgeber:innen ihre Rechte durchsetzen. Dass das funktioniert, zeigen die zahlreichen Arbeitskämpfe der vergangenen Monate. Wir hoffen, dass sich noch viel mehr Arbeitnehmer:innen in Sachsen im Betrieb oder in Gewerkschaften organisieren. Nur so schaffen wir es, die Tarifbindung zu steigern und höhere Löhne sowie bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Unterstützung der sächsischen Sozialdemokratie ist ihnen dabei sicher. Wir wollen aktiv und lautstark an ihrer Seite stehen, wenn sie für mehr Respekt und Wertschätzung kämpfen. Seit´ an Seit´: Das Credo ist uns Beiden – auch als aktive Gewerkschafter:innen – ein besonderes Herzensanliegen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Vielfalt leben, gemeinsam gestalten </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Verbindende suchen und stärken – das macht uns auch innerparteilich stark. Wir Sozis sind keine besseren Menschen. Natürlich gibt es auch bei uns Konflikte. Natürlich geht jedem von uns manchmal etwas gegen den Strich, die Hutschnur hoch oder auf die Nerven. Dann trotzdem nach dem zu suchen, was uns grundsätzlich verbindet und nicht auf das zu fokussieren, was uns gerade trennt, ist eine Mühe, die sich lohnt. Bitte kein Missverständnis: Uns geht es nicht um künstliche Geschlossenheit oder das Zudecken von Konflikten. Wir brauchen klare Positionen in der Sache. Aber gleichzeitig auch die Gelassenheit, anderen und manchmal auch uns selbst gegenüber Nachsicht zu üben. Mag uns so Manches trennen, die sozialdemokratische Idee eint uns. Gut übereinander sprechen – und miteinander über das Gute, so können wir auch andere Menschen von unserer Partei überzeugen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Agieren statt reagieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD soll kampagnenfähig sein – das hören und sagen wir immer wieder. Doch allzu oft frisst uns das Alltagsgeschäft auf. Auch hier brauchen wir mehr Fokus: Ein Thema von Anfang an planen und setzen, beharrlich voranbringen, Wiederholung nicht scheuen, Widerstände überwinden und durchhalten. Und dabei auch die eine oder andere aktuelle Sau, die durchs Dorf getrieben wird, vorbeiziehen lassen. Das führt nicht nur zum Erfolg, sondern verbindet diesen Erfolg auch mit der SPD. Beim Bildungsticket haben wir das zum Beispiel schon mal gut hinbekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Gut organisiert ist halb gewonnen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mehr Fokus wird uns auch dabei helfen, unsere knappen personellen und finanziellen Ressourcen noch wirksamer einzusetzen. Eine richtig gut durchorganisierte Kampagne bringt uns stärker voran als drei halbgewalkte Vorhaben. Wir wollen die Organisationskraft in unserer Partei stärken – und dazu gehört auch:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Aufwand minimieren, Kräfte bündeln</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie Parteiarbeit vor einhundert Jahren funktionieren konnte – ohne Handy, Mail und Internet. Es war aber auch eine andere Zeit. Heute wollen wir diese Möglichkeiten nutzen, um überall Aufwand zu minimieren, damit das Ehrenamt leistbar bleibt. Corona hat uns gezeigt: So manche Sitzung kann per Videokonferenz, so manche Koordination online erledigt werden. Bilder, Texte, Material – wir wollen mehr davon zentral zur Verfügung stellen, um Euren Aufwand zu minimieren, denn Eure Zeit ist kostbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die SPD Sachsen? Das sind 5.000 Mitglieder!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Partei lebt von Euch! Wir möchten, dass wir gemeinsam Inhalte erarbeiten und unsere Partei mit Leben füllen. Dafür braucht es neue – digitale und analoge – Formate, bei denen Ihr Euch direkt einbringen könnt und wir miteinander regelmäßig ins Gespräch kommen. Wir wollen zusammen neue Themen erschließen und unser sozialdemokratisches Profil schärfen. Denn es sind Eure Ideen, auf die es ankommt. In den vergangenen Monaten wurden hierfür bereits tolle inhaltliche Angebote gemacht. Das wollen wir fortführen, unterstützen und weiter ausbauen. Zugleich geht es uns auch um breitere Schultern und mehr Köpfe für die sächsische SPD: Wir wollen hierfür Verantwortung abgeben und verteilen sowie Macht teilen. Zugleich möchten wir die Genoss:innen gezielt für die politische Arbeit gewinnen und ihre Fähigkeiten stärken. Dafür gilt es auch, die “Ochsentour” weiterzuentwickeln und neue Formate zu etablieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Leidenschaft ist keine Mühe</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ja, wir alle nehmen uns viel vor. Doch jede und jeder von uns weiß: Wenn man liebt, was man tut, ist das Tun keine Mühe. Deshalb: Tut in dieser Partei, was Ihr liebt. Dann überzeugen wir. Jede und jeder von uns hat andere Stärken. Setzen wir sie dort ein, wo sie am besten wirken können. Wir alle sind die sächsische SPD – nur gemeinsam geben wir ihr ein Gesicht und vor allem ein Herz! Wir wünschen uns, dass ihr alle den Platz findet, an dem Ihr Euch einbringen könnt und willkommen fühlt. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Partei für uns alle ein politisches “Daheeme” wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns beide, Kathrin Michel und Henning Homann, eint so manches. Wir sind beide aktive Gewerkschafter:innen und spielen ein Instrument. Vor allem aber haben wir beide eine gemeinsame Leidenschaft: Wir wollen diese Partei voranbringen! Denn sie wird gebraucht. Wir wollen daher an der Spitze des Landesverbands Verantwortung übernehmen. <strong>Die Partei gestalten, das können und wollen wir nur mit Euch an unserer Seite. Denn die SPD Sachsen, das sind wir alle.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir freuen uns, Euch in den nächsten Wochen bis zum Landesparteitag bei den verschiedensten Gelegenheiten Rede und Antwort zu stehen. Ihr habt Fragen zu uns und unsere Ideen für die sächsische SPD? Dann schreibt uns gerne und sprecht uns an!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit solidarischen Grüßen<br>
Kathrin Michel &amp; Henning Homann</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 20 Aug 2021 16:45:50 +0200</pubDate>
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